Biogas: Nierst ist bei der Standortsuche für Anlagenbau weiter im Rennen.

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Die ReEnergie Niederrhein plant Biogasanlagen (auf dem Bild ein Projekt in Schwalmtal) und hat Nierst im Blick.

Die ReEnergie Niederrhein plant Biogasanlagen (auf dem Bild ein Projekt in Schwalmtal) und hat Nierst im Blick.

Hermann Brand will keine Biogasanlage auf seinem Gelände.

ReEnergie, Bild 1 von 2

Die ReEnergie Niederrhein plant Biogasanlagen (auf dem Bild ein Projekt in Schwalmtal) und hat Nierst im Blick.

Nierst. Sein Hof und sein Land waren als möglicher Standort einer Biogasanlage in den Fokus geraten. Die Nierster witterten Ungemach, doch Hermann Brand begegnete dem Thema sachlich. Jetzt ist es für ihn vom Tisch: Er wolle seinen Hof am Deich in Langst-Kierst verlassen und ins Haus auf den ehemaligen Brandhof ziehen, das bis zu ihrem Tod im vergangenen Jahr die Mutter bewohnte. Das damals als "Altenteil" geplante zweite Gebäude wolle er verkaufen, Scheune und sechs Hektar verpachtetes Land zunächst behalten.

Eine entsprechende Bauvoranfrage hat Brand ans Bauordnungsamt gerichtet. Landwirtschaftlich genutzt wird der Hof schon seit über 30Jahren nicht mehr. Jetzt soll das Gelände offiziell umgewidmet werden. "Das ist lösbar", sagt Bauordnungsexperte Reinhard Lutum. Dass Brand einen Architekten eingeschaltet habe, sei klug, "damit ein möglicher Erwerber nicht Probleme kauft".

Für Hermann Brand ist das Thema Biogasanlage auf seinem Hof damit erledigt. Fred Heyer, der Geschäftsführer der ReEnergie Niederrhein, beschäftigt sich jedoch ungeachtet dessen mit dem Projekt. "Wir sind noch dabei", sagt Heyer. Man suche Partner, prüfe Geschäftsmodelle.

Biogasanlage: Bisher gibt es wenig mehr als eine Idee

Nierst sei nur einer von mehreren Standorten, die seine Firma für eine Biogasanlage im Blick habe. "Wir sind im Findungsprozess." Zeitdruck habe man nicht. Sobald eine Entscheidung gefallen sei, werde man den Kontakt zur Öffentlichkeit suchen, aufklären und versuchen, etwaige Bedenken zu zerstreuen.

Konkret gebe es bisher nicht mehr als die Idee und einen ersten Kontakt zur Meerbuscher Politik und Energieversorger. "Mehr haben wir bisher nicht gemacht."

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