Der Heimatkreis weist jetzt mit neuen Hinweistafeln auf die Schmuckstücke in Lank hin.

Der Heimatkreis weist jetzt mit neuen Hinweistafeln auf die Schmuckstücke in Lank hin.
Karl-Heinz Thelen (l.) und Johannes Werner vor St. Stephanus.

Karl-Heinz Thelen (l.) und Johannes Werner vor St. Stephanus.

U.D.

Karl-Heinz Thelen (l.) und Johannes Werner vor St. Stephanus.

Die Pfarrkirche St. Stephanus, die frühere Gaststätte „Zum Goldenen Kreuz“ und der Van-Haags-Hof – sie alle prägen als Denkmäler den Lanker Ortskern um den Alten Markt. Bislang wiesen nur vereinzelt kleine Schilder des Landes NRW auf die historischen Häuser hin.

Deshalb hat der Heimatkreis Lank jetzt zwei große Hinweistafeln an der Pfarrkirche und vor der Buchhandlung Mrs. Books aufstellen lassen, die auf die Denkmäler im Umkreis hinweisen. „Außerdem haben wir vor, an jedem der Häuser ein eigenes Schild mit Informationen zur Geschichte anzubringen“, berichtet der Vorsitzende des Heimatkreises Franz-Josef Radmacher.

Auf Historie und die Schönheit aufmerksam machen

Insgesamt zwölf Denkmäler sind auf den beiden großen Tafeln verzeichnet. Neben den eingangs genannten handelt es sich dabei um das Bodendenkmal, das die Grundmauern der 1180 erbauten romanischen Kirche umreißt, die Gaststätten Fronhof, „Zur Krone“ und „La Pähd“, die Weinschenke van Dawen, die alte Küsterei, ein Fachwerkhaus an der Hauptstraße und die Gründerzeit-Bürgerhäuser an der Fronhofstraße. Außerdem werden der Köneshof in Langst-Kierst und der Myriameter-Stein in Nierst mit Hinweisschildern ausgestattet.

„Wir wollen damit auf die Historie und die Schönheit dieser Häuser und der Ortschaft hinweisen,“ so Franz Jürgens, der beim Heimatkreis die Geschäfte führt, „und Touristen wie Meerbuscher Bürger zum Nachdenken anregen.“

„Ohne städtische Genehmigung hätten wir die Schilder nicht aufstellen können.“

Karl-Heinz Thelen, Heimatkreis

Die Idee kam gut an – nicht nur bei lokalen Unternehmen wie der Firma Winkler, die den Heimatkreis beim Hinweisschild auf das Bodendenkmal unterstützte, sondern auch bei der Stadt. „Ohne die städtische Genehmigung hätten wir die Schilder gar nicht aufstellen oder anbringen können“, sagt Karl-Heinz Thelen, der das Projekt mitverantwortet, „der Baubetriebshof hat uns dann zusätzlich unter anderem bei den Schildern am Myriameterstein geholfen.“ Für diesen war vor allem Johannes Werner zuständig, der sich für das Schild am preußischen Rheinstein familiäre Hilfe holte: „Mein Schwager arbeitet in einer Laserfirma, die das Plexiglas-Hinweisschild erstellt hat.“

Am Denkmal selbst durfte kein Schild angebracht werden, um den von Wind und Wetter beschädigten Stein nicht weiter zu gefährden. „Zusätzlich haben wir am Deich ein braunes Denkmal-Schild aufstellen lassen, damit Besucher den Stein überhaupt finden“, so Werner, der anschließend ein Gedicht zu Historie und Restaurierung des Steins vortrug.

Insgesamt haben die Schilder und Hinweistafeln, die aus widerstandsfähiger Emaille gefertigt sind und das internationale blau-weiße Denkmalwappen tragen, knapp 5000 Euro gekostet. „Die haben wir komplett aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen des Heimatkreises finanziert“, ist Franz Jürgens stolz.

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