Paten sponsoren Neuanpflanzungen nach historischem Plan von Weyhe.

Haus Meer
Bert Bender, Claus Fischer, Gerd Bermbach und Gisela Bender (v.l.) bringen die Federbuche in die Erde. (kirch)

Bert Bender, Claus Fischer, Gerd Bermbach und Gisela Bender (v.l.) bringen die Federbuche in die Erde. (kirch)

Kirchholtes

Bert Bender, Claus Fischer, Gerd Bermbach und Gisela Bender (v.l.) bringen die Federbuche in die Erde. (kirch)

Büderich. So schön kann der Herbst sein: Als am Freitag der Förderverein Haus Meer auf das historische Gelände hinter dem Teehäuschen einlud, wurden die Gäste von einem hohen Gingkobaum mit leuchtend gelben Blättern empfangen. Sie hoben sich strahlend vom blauen Himmel ab.

Ganz so groß ist die 15 Jahre alte Federbuche noch nicht, die an diesem Tag symbolisch von Bert Bender, dem Stifter des Baumes, gepflanzt und begossen wurde. Zuvor hatte Gärtnermeister Claus Fischer mit seinen Auszubildenden die eigentliche Arbeit getan und an der von Landschaftsarchitekt Gerd Bermbach bezeichneten Stelle den Baum in die Erde gesetzt.

Baumpflanzungen sind auf dem denkmalgeschützten Areal nur dort gestattet, wo sie im historischen Plan von Clemens August Weyhe verzeichnet sind. „Wir ersetzen alle Bäume, die früher hier gestanden haben und inzwischen eingegangen sind oder gefällt wurden, ohne dass eine Genehmigung dafür bestand“, erklärte der Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Jacobs.

Er ehrte neben Bender, der aus Anlass seines 75-jährigen Geburtstags für seinen Baum gesammelt hatte, noch weitere Baumpaten: Winfried Jansen hat einen Maronenbaum, Rosemarie Vogelsang einen amerikanischen Tulpenbaum, Franz-Josef Radmacher und Jürgen Grosse eine Ulme und Karl-Heinz Wöllner eine Blutbuche gestiftet.

Es werden 20 weitere Baumpaten gesucht

20 weitere Bäume stehen noch auf der Liste von Jacobs; Interessenten können sich mit ihm in Verbindung setzen (2 02132-73327). „Mir ist aufgefallen, dass vier der Paten aus Lank-Latum stammen und von Beruf Lehrer waren“, sagte Jacobs in seiner kleinen Laudatio. Er mutmaßte, dass der Heimatkreis Lank dort für ein ausgeprägtes Heimatgefühl gerade unter Pädagogen gesorgt habe und meinte, dass Menschen aus der Wirtschaft, Ärzte und Rechtsanwälte nun die Chance hätten, diese „krumme“ Bilanz geradezurücken.

Jacobs bedauerte, dass es zwar im Park, sonst aber keine Bewegung in Sachen Haus Meer gebe. Er forderte die Stadt auf, zu sagen, was sie wolle und konkrete Pläne zu entwickeln. Nur dann könne der Förderverein offiziell beim Land Zuschüsse beantragen. Er freute sich aber, dass der Rhein-Kreis Neuss dieses Jahr 5000 Euro aus seinem Denkmaltopf für Haus Meer gegeben habe.

Aber nicht nur öffentliche Stellen haben Probleme mit der ungewissen Haltung der Stadt. „Ich habe mich über Bedenken vieler Bürger hinweggesetzt, einen Baum für ein Gelände zu spenden, das der Stadt nicht gehört und das nur an wenigen Tagen geöffnet ist“, sagte Baumpate Bert Bender.

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