Ute Canaris plant, ein anspruchsvolles Kulturangebot im „Leib und Seele“ fest zu etablieren.

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Ute Canaris (2.v.r.) und ihr Team haben im Café „Leib und Seele“ alles im Griff.

Ute Canaris (2.v.r.) und ihr Team haben im Café „Leib und Seele“ alles im Griff.

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Ute Canaris (2.v.r.) und ihr Team haben im Café „Leib und Seele“ alles im Griff.

Büderich. Mit großen Schritten nähert sich das Café „Leib und Seele“, das im Zuge des Neubaus von Gemeindezentrum der evangelischen Kirche und Kindergarten in Büderich im Vorjahr eröffnet wurde, seinem Einjährigem im Juli. „Wir stemmen die Öffnungszeiten und Veranstaltungen rein ehrenamtlich, das ist schon eine große Herausforderung“, erklärt Geschäftsführerin Ute Canaris, die sieben weitere Mitstreiterinnen an ihrer Seite weiß.

Von dienstags bis freitags hat das Café von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet, hinzu kommt das Frühstück am Dienstagvormittag und das themenbezogene Brunch an jedem ersten Sonntag im Monat. Etabliert hat sich auch das Freitagabend-Gespräch einmal im Monat. Am 14. Juni ist Superintendent Burkhard Kamphausen der Talk-Gast, für den 24. Mai sucht Canaris noch geeignete Kandidaten.

Neu aufleben will die Finanzkirchmeisterin der Gemeinde jetzt auch das Kulturcafé, das bei der Premiere im Dezember ein riesiger Erfolg gewesen sei, so Canaris. Am nächsten Dienstag, 7. Mai, ist das Schauspieler-Ehepaar Karin Pfammater und Oliver Reinhard vom Düsseldorfer Schauspielhaus in Büderich zu Gast. Reinhard kennt man vor allem aus der RTL-Serie Nikola, Pfammater brillierte unlängst in der Schweizer Tatort-Premiere.

Briefwechsel dient als Grundlage für Lesung

Die Schauspieler werden aus dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Briefwechsel des exzentrischen britischen Paares Vita Sackville-West und Harold Nicolson lesen. „Sie war eine aristokratische Schriftstellerin und berühmte Landschaftsgärtnerin, er ein Diplomat, der sich, aus einfachen Verhältnissen stammend, ganz nach oben gearbeitet hat“, erklärt Canaris.

Doch während Sackville-West, die ihrer Freundin Virginia Woolf als Vorbild für deren Romanfigur Orlando diente, England nur ungern verlassen habe, war Nicolson ständig in der Welt unterwegs, unter anderem als Botschafter in Deutschland, erläutert Canaris. „Daher haben sie sich fortwährend geschrieben.“

Das literarsiche oder musikalische Kultur-Café soll nach der Sommerpause ebenfalls zu einer festen Einrichtung im „Leib und Seele“ werden, sagt die Organisatorin der Reihe. Rund 60 Besuchern bietet das Café Platz. Canaris hofft zunächst jedoch auf schönes Wetter, so dass auch die Terrasse auf der Piazza an der Bethlehemkirche aufgebaut werden kann. Mit fünf Tischen und 20 Stühlen soll begonnen werden. „Wir haben hier zwar keine Laufkundschaft, können uns aber auf die Mundpropaganda verlassen“, so Canaris.

» Karten (fünf Euro) für das Kulturcafé können im „Leib und Seele“ erworben werden.

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