A44-Brücke: Im Frühjahr soll die Flughafenbrücke nach Joachim Erwin benannt werden.

Die Flughafenbrücke zwischen Meerbusch und Düsseldorf wird nach Joachim Erwin benannt.
Die Flughafenbrücke zwischen Meerbusch und Düsseldorf wird nach Joachim Erwin benannt.

Die Flughafenbrücke zwischen Meerbusch und Düsseldorf wird nach Joachim Erwin benannt.

Ingel

Die Flughafenbrücke zwischen Meerbusch und Düsseldorf wird nach Joachim Erwin benannt.

Meerbusch. Selten waren sich die Parteien in Meerbusch so einig wie vor zwei Wochen, als alle Fraktionen sich im Hauptausschuss in einer Resolution gegen die Umbenennung der Flughafenbrücke aussprachen. Anlass war der Vorstoß aus Düsseldorf, die A44-Brücke nach dem verstorbenen Oberbürgemeister Joachim Erwin zu benennen.

Doch wie sich jetzt herausstellt, ist die Entscheidung längst gefallen. Eine Sprecherin des Landesverkehrsministeriums bestätigte gestern auf WZ-Anfrage, dass die Umbenennung beschlossene Sache sei: "Das ist endgültig." Schon im Frühjahr soll die feierliche Einweihung erfolgen. Und: In einem Brief wurde Erwins Witwe Hille diese Neuigkeit bereits mitgeteilt.

Nachricht ruft im Rathaus Verwunderung hervor

Diese Nachricht ruft im Rathaus große Verwunderung hervor. "Wir haben die Resolution sowohl an das Landes- als auch an das Bundesverkehrsministerium geschickt, bis heute aber weder aus Düsseldorf noch aus Berlin eine Antwort erhalten", erklärt Stadt-Pressesprecher Michael Gorgs. "Unsere Position ist klar. Meerbusch sieht daher momentan keinen Handlungsbedarf. Wir können nur abwarten", so Gorgs.

Die Resolution ausgelöst hatten die Anträge von FDP und den Grünen. Mit Rücksicht auf die CDU tauchte der Name Joachim Erwin jedoch bewusst nicht in dem Schriftstück auf, stattdessen sprach man sich nur ganz allgemein gegen eine Umbenennung der Flughafenbrücke aus.

Landesverkehrsminister Oliver Wittke hatte bereits vor längerer Zeit die ursprünglich von Düsseldorfer Heimatfreunden ins Leben gerufene Idee an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee herangetragen. Und der ließ mitteilen, dass er dem Vorhaben positiv gegenüber stehe. Bereits bei der ersten Namensgebung hatte sich der damalige Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig über den von Meerbusch favorisierten Namen Niederrheinbrücke hinweggesetzt. Und daran, dass Meerbuschs Stimme nicht gehört wird, hat sich offenbar wenig geändert.

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