Die Solidarität in der Stadt ist groß, so halfen Kunden eines Supermarktes jetzt, die Vorräte für Bedürftige aufzustocken.

Die Solidarität in der Stadt ist groß, so halfen Kunden eines Supermarktes jetzt, die Vorräte für Bedürftige aufzustocken.
Thorand (M.). Foto : Andreas Endermann

Thorand (M.). Foto : Andreas Endermann

Karl Schöpwinkel und Ursula Thomas hatten von ihrem Einkauf Tee und Couscous mitgebracht und übergaben ihre Spenden an Meerbusch-Hilft-Vorstand Dirk

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Thorand (M.). Foto : Andreas Endermann

In der nächsten Woche kann es losgehen. Dann sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, um das „Tafel“-Projekt des Vereins „Meerbusch hilft“ endgültig anzuschieben. „Eine erste Probeausgabe ist vielversprechend verlaufen“, freut sich Vereinsvorsitzender Dirk Thorand. Jetzt wurde mit einem Test die nächste Hürde genommen.

„Wir stoßen bei unserem Bemühen, bedürftige Mitmenschen zu unterstützen, auf große Solidarität.“

Dirk Thorand, Vereinsvorsitzender von „Meerbusch hilft“

Um die Bereitschaft der Bürger zu prüfen, verteilten mehrere der insgesamt mehr als 50 Ehrenamtler des Vereins im Eingangsbereich des Nettersheim-Supermarktes in Osterath Informationsmaterial und sprachen Kunden auf Spenden an. Dabei ging es nicht um Bargeld, sondern um haltbare Lebensmittel, die die Kunden nach ihrem Einkauf für die „Tafel“ spenden konnten. „Wir stoßen bei unserem Bemühen, bedürftige Mitmenschen zu unterstützen, auf große Solidarität“, zeigt sich Dirk Thorand zufrieden. Ulli Dackweiler, Vereins-Koordinator, ergänzt: „Die Menschen wissen, dass sie etwas Gutes tun und sind auch sicher, wohin ihre Spende geht. Das ist nicht immer gegeben.“

Als Helfer waren Astrid Pinn und Klaus Wietschorke ebenfalls vor Ort, erklärten die Idee und nahmen nach dem Einkauf die Lebensmittelspenden entgegen. „Das ist eine tolle Sache. Wir helfen gern“, sagten Astrid Shoupie aus Krefeld und Anja Pribul aus Strümp. Ursula Thomas und Karl Schöpwinkel, die vom Einkauf Tee und Couscous mitbrachten, fanden: „Die Idee, eine Tafel einzurichten ist großartig.“ Nicole und Markus Sieger spendeten ebenfalls, traten dem Verein spontan bei und boten weitere Hilfe an: „Diese Initiative ist einfach toll.“ So füllten sich in wenigen Stunden die großen „Meerbusch hilft“-Körbe mit Kaffee, Nudeln, Marmelade, Keksen, Mehl, Zucker, Müsli, Konserven und anderen haltbaren Lebensmitteln. Nina Nettersheim, Supermarkt-Betreiberin, staunte über diese Hilfsbereitschaft: „Wir stellen diesen Platz gern zur Verfügung.“

Ähnlich erfolgreich verlief parallel eine Aktion im Rewe-Supermarkt Osterath. Marktleiter Peter Kotlarski hatte symbolisch einen großen Korb mit Konserven gefüllt und unterstützt diese nachhaltige Hilfsaktion ebenfalls. Um so weit zu kommen, hat ,Meerbusch hilft’ einiges bewegt. Inzwischen ist die angestrebte „Tafel“ vom Bundesverband der Deutschen Tafeln genehmigt. „Dazu musste vorab die Übereinstimmung von den Nachbartafeln in Krefeld oder Neuss eingeholt werden. Auch die Abläufe von der Lagerhaltung bis zu Fahrzeugen und den diversen Kosten waren zu regeln. „Die Stadt unterstützt uns auf mehreren Ebenen, und auch Pfarrerin Birgit Schniewind ist sehr entgegenkommend“, sagt Thorand.

Schließlich finden im Gemeinderaum der Evangelischen Kirche Osterath – eine weitere Ausgabestelle in Büderich folgt bald - nicht nur die Probeläufe statt. Dort öffnet ab dem 21. Februar wöchentlich zwischen 13 und 14 Uhr die „Tafel“, um nachweislich Bedürftigen für zwei Euro einen Korb mit Lebensmitteln zu füllen. Mehrere Ehrenamtler wollen beim Einkauf helfen. „Sprachliche Barrieren müssen überbrückt und das eine oder andere Produkt erklärt werden“, weiß Thorand. Er ist dankbar für die Unterstützung der Supermarkt-Kunden. Sie fragen schon heute: „Wann kommen Sie wieder?“

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