Die elfte Auflage des Mits(w)ing-Konzerts begeisterte abermals das Publikum.

Die Mauritiuskirche war sehr gut besucht.
Die Mauritiuskirche war sehr gut besucht.

Die Mauritiuskirche war sehr gut besucht.

Ulli Dackweiler

Die Mauritiuskirche war sehr gut besucht.

Wenn das Mits(w)ing-Konzert „Swinging Christmas“ in der Pfarrkirche St. Mauritius auf dem Programm steht, ist nicht nur ein volles Gotteshaus, sondern auch gute Stimmung programmiert. Und wenn dann auch noch Twist-Klassiker aus den 1960er-Jahren gemeinsam mit dem neu arrangierten Weihnachtslied „Stern über Bethlehem“ zu hören sind, ist das Publikum nicht mehr zu bremsen. „Hier ist unserem Chef-Arrangeur und Chorleiter Johannes Maria Strauss ein besonderer Coup gelungen“, sagte Big Band-Leiter und Moderator Martin Klingen erfreut.

Erstmals gehörte ein syrisches Weihnachtslied zum Programm

Strauss überrascht seit zehn Jahren mit immer wieder neuen Arrangements und erntet dafür viel Applaus. Er und Klingen sorgen dafür, dass Jahr für Jahr Neuaufnahmen ins Programm kommen. Mehr als 65 verschiedene Titel waren bei den bisher elf Mits(w)ing-Konzerten zu hören. Aktuell gehören dazu „Have yourself a merry little christmas“, „The little drummer boy“ und „Tu Scendi dale stelle“.

Ohnehin sind die rund 100 Sänger international unterwegs. Sie singen in mehreren Sprachen. Und dazu gehört auch das Börker Platt. Erstmalig wurde in diesem Jahr mit „Ho ro’em b-Ofartho“ ein syrischer Weihnachtstitel ins Programm genommen. „Er ist all denen gewidmet, die wegen Krieg, Terror und Not ihre Heimat verlassen mussten. Gleichzeitig ist es eine Friedensbotschaft“, erklärt Martin Klingen. Dass im Chor auch der aus Syrien geflüchtete 20-jährige Talal mitsang, untermauert den Anspruch, „Fremde mit offenen Herzen aufzunehmen.“

Dank neuer Technik war der Klang noch besser

Und so sang auch Damba aus Ghana mit. Ihn und Talal brachten die Chormitglieder Andrea Wilkens und Jutta Wessels aus Kaarst mit. „Sie setzen sich ehrenamtlich für Flüchtlinge ein“, erzählt Ehemann Michael Wilkens. Chor-Sängerin Elke Pilz-Lengrüßer brachte es auf den Punkt und verband ihren Dank an die Swinging Christmas-Organisatoren mit einem „Wir schaffen das“.

Nicht nur dafür gab es viel Beifall. Auch die gesamten Liedvorträge kamen beim Publikum sehr gut an. Da das ganz große Gedränge in den Gängen zwischen den Kirchenbank-Reihen ausblieb, hatten alle Besucher bei freiem Eintritt auch freie Sicht auf das großartig bunte Bild im Kirchenraum. Und sie hatten genügend Platz, um zu swingen, zu klatschen, zu singen oder zu tanzen.

Die Liebhaber klassischer Advents- und Weihnachtslieder – im zwölfseitigen Liedblatt sind alle Texte abgedruckt – kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Schließlich wurde in diesem Jahr die ohnehin im Kirchenraum herrschende anspruchsvolle Akustik weiter angehoben. „Wir haben in die Technik investiert und den Spezialisten Thomas Esser, O(h)ratorium Essen, ins Boot geholt“, betont Martin Klingen. Pfarrer Michael Berning hat es gefallen: „Alle sind glücklich. Das ist eine gelungene Veranstaltung mit Tradition“, sagte er und fügte hinzu: „Erfahrene Zuhörer wissen, dass noch was kommt.“ Damit kündigte er die obligatorischen Zugaben an – angeführt von „O du fröhliche“ über die von Tänzern aus Publikum und Chor begleiteten „Twist Again“-Einlage bis zum „Feliz navidad“.

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