Meerbusch tritt Klima-Bündnis „Alianza del Clima“ bei. Die Ziele sind exakt festgelegt.

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Die neue Stadtteilbibliothek in Büderich soll nach Fertigstellung annähernd Passivhausstandard erreichen.

Die neue Stadtteilbibliothek in Büderich soll nach Fertigstellung annähernd Passivhausstandard erreichen.

Ingel

Die neue Stadtteilbibliothek in Büderich soll nach Fertigstellung annähernd Passivhausstandard erreichen.

Meerbusch. Die Stadt Meerbusch ist ab sofort Mitglied im Klima-Bündnis der Europäischen Städte mit den Völkern der Regenwälder. Die "Alianza del Clima" ist Europas größtes Städtenetzwerk zum Schutz des Weltklimas.

Mehr als 1400 Städte, Gemeinden und Landkreise in 17 europäischen Ländern haben sich seit Gründung der Allianz im Jahr 1990 den kommunalen Klimaschutz vor Ort auf die Fahnen geschrieben.

Bürgermeister Dieter Spindler unterzeichnete jetzt im Rathaus die Beitrittsurkunde und setzte damit den Beschluss des Stadtrates vom Dezember 2009 um. Bei der Unterschrift allein soll es allerdings nicht bleiben.

"Lippenbekenntnisse und Urkunden allein bringen nichts", so Spindler. "Mit dem Beitritt zum Klima-Bündnis setzen wir uns verbindliche Ziele, an denen wir vor Ort aktiv arbeiten müssen."

Und diese Ziele sind genau festgelegt: Die Stadt verpflichtet sich unter anderem, die Kohlendioxid-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu verringern. Bis zum Jahr 2030 soll die Pro-Kopf-Emission von Treibhausgasen in Meerbusch halbiert sein.

Das Klima-Bündnis hat Mitglieder in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.

In Nordrhein-Westfalen gibt es von Aachen über Düsseldorf bis Wuppertal allein 99 Mitglieder, in Deutschland sind es insgesamt 463.

Die nächste Jahrestagung des Klima-Bündnisses findet vom 14. bis 16. April im italienischen Perugia statt.

Zur freiwilligen Selbstverpflichtung gehört außerdem, bei öffentlichen Baumaßnahmen auf die Verwendung von Tropenholz zu verzichten und Klimaschutz-Projekte in den Regenwald-Partnerstaaten zu unterstützen.

"Bereits vor dem Beitritt haben wir intensiv daran gearbeitet, die städtischen Gebäude in Sachen Energieverbrauch zu optimieren", so der Technische Beigeordnete Just Gerard. Paradebeispiel sei der Neubau der Stadtbibliothek in Büderich, der durch optimale Wärmedämmung und modernste Gebäudetechnik annähernd Passivhausstandard erreiche. Diese Strategie gelte es im Rahmen des 2007 gestarteten Meerbuscher Klimaschutzkonzeptes weiter zu entwickeln.

Über ihr Klima-Bündnis haben die Mitgliederstädte auch Gelegenheit zur städteübergreifenden Zusammenarbeit. Die Kommunen können sich gegenseitig bei der Umsetzung lokaler Klimaschutzkonzepte und bei der Erfolgskontrolle unterstützen oder gemeinsam Kampagnen vorbereiten.

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