Erster Kontakt nach Japan. Finnische Musiker werden zum Jubiläum geladen.

Meerbusch denkt über neue Städtepartnerschaften nach und streckt seine Fühler nach Japan und Ruanda aus.
Meerbusch denkt über neue Städtepartnerschaften nach und streckt seine Fühler nach Japan und Ruanda aus.

Meerbusch denkt über neue Städtepartnerschaften nach und streckt seine Fühler nach Japan und Ruanda aus.

dpa

Meerbusch denkt über neue Städtepartnerschaften nach und streckt seine Fühler nach Japan und Ruanda aus.

Meerbusch. Sie zeichnet sich durch eine reizvolle Landschaft in der Nähe zu verschiedenen Großstädten aus, zählt 57000 Einwohner und feiert in diesem Jahr 40. Geburtstag: Offensichtlich gibt es Parallelen zwischen der japanischen Stadt Shijonawate (Bezirk Osaka) und Meerbusch. Deren Bürgermeister hatte sich - vermittelt durchs Konsulat in Düsseldorf - auf Meerbuschs Suche nach einer partnerschaftswilligen Stadt in Japan gemeldet.

2008 hatte die Meerbuscher Politik die Suche angestoßen, neben Fouesnant (Frankreich) nach weiteren Partnern zu suchen. Da Japaner die stärkste Ausländergruppe in Meerbusch sind, lag der Gedanke nahe, die Fühler auch nach Osten auszustrecken.

Insgesamt habe man angesichts der weltweiten Finanzprobleme eine große Zurückhaltung gespürt, Großes anzupacken, berichtet Bürgermeister Dieter Spindler im Hauptausschuss.

Bürgermeister in Kaustinen reagiert zurückhaltend

So reagierte auch der Bürgermeister in Kaustinen, lange Jahre verbunden mit der Meerbuscher Musikschule, freundlich, aber verhalten auf das Ansinnen. Trotzdem will die Stadt versuchen, die Verbindung noch in diesem Jahr zu reaktivieren und will einen Austausch zwischen den Musikschulen im Jahr des 40-jährigen Bestehens der Stadt Meerbusch zu organisieren.

Einen ganz anderen Charakter würde die Partnerschaft von Meerbusch mit Shyogwe in Ruanda haben, die bereits über eine Schulpartnerschaft zwischen der Maria-Montessori-Gesamtschule in Büderich und der Sekundarschule in Shyogwe existiert. Praktische Unterstützung im Bereich der Aus- und Weiterbildung, Landwirtschaft und Handwerk wären wesentliche Element dieser Partnerschaft. Es könnten Praktika für Afrikaner in Meerbusch, Stationen für ein Freiwilliges Soziales Jahr von Meerbuschern in Shyogwe organisiert werden.

Partnerschaften sollen Weltoffenheit demonstrieren

Froh über diese ersten Fortschritte ist Franz-Josef Radmacher (CDU), der nur eine städtische Partnerstadt für zu wenig hält: "Partnerschaften demonstrieren Weltoffenheit und dass man Kontakt will." Fahnen und Schilder am Ortseingang demonstrierten das. Dieses symbolische Zeichen hält Ilse Niederdellmann (SPD) zwar für "ein bisschen wenig", doch begrüßt auch die SPD, "Japan gefunden zu haben", wie es Georg Neuhausen formuliert. Man soll den Kontakt zu allen vier Partnern weiterführen.

Jürgen Peters (Grüne) Neigung, "alle paar Jahre ein paar Tausend Kilometer zu fliegen, hält sich zwar in Grenzen", doch eine Partnerschaft mit Shyogwe sei sinnvoll und gut. "Da könnte sich jeder engagieren."

Skeptisch äußert sich nur Klaus Schmidt-Menschner (FDP), der gegen eine Partnerschaft und für projektbezogene Kooperationen plädierte. Doch dieser Kurswechsel wird nicht vollzogen, sondern zunächst auf Post aus Shijonawate gewartet. Das Stadtparlament dort will sich im Februar zu einer möglichen Partnerschaft äußern.

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