Stadt veröffentlicht „Meerbuscher Kunstwege“.

Meerbuscher Kunstwege: Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage und Autorin Margot Klütsch (v.l.) sind stolz auf das Werk.
Meerbuscher Kunstwege: Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage und Autorin Margot Klütsch (v.l.) sind stolz auf das Werk.

Meerbuscher Kunstwege: Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage und Autorin Margot Klütsch (v.l.) sind stolz auf das Werk.

Meerbuscher Kunstwege: Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage und Autorin Margot Klütsch (v.l.) sind stolz auf das Werk.

Meerbusch. Kunst im öffentlichen Raum - die ist in Meerbusch unübersehbar. Wahrgenommen wird sie trotzdem nicht von jedem. "Viele Menschen kennen die Arbeiten gar nicht", sagt Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage.

Unbewusst gehen Passanten an einem Beuys’ Auferstehungssymbol im Alten Kirchturm vorbei, sitzen auf einem Franke-Brunnen, registrieren gedankenverloren das Windspiel in Jörg Wieles Kreisspirale am Deutschen Eck oder die Schwinge der Freundschaft von Will Brüll in Strümp. Das kann sich zum 40. Geburtstag der Stadt ändern. Auf 140 Seiten beschreibt Kunsthistorikerin Margot Klütsch die rund 100 Kunstwerke, Brunnen und Denkmäler.

Auf sechs Routen führt die Autorin Radfahrer und Spaziergänger durch die 64 Quadratkilometer große Open-Air-Ausstellung, das Stadtgebiet Meerbuschs. Sie verbindet die zahlreichen Illustrationen mit Informationen über Werk und Künstler.

Geordnet ist das handliche Büchlein nach geographischen und auch künstlerischen Kriterien: So gibt es zwei Routen durch Büderich, je eine durch Osterath und Lank. Ein Kunstweg verbindet Strümp mit Ossum und Bösinghoven, ein weiterer führt elf Kilometer am Rhein entlang von Büderich bis nach Nierst.

Den 25 Arbeiten von Ewald Mataré und seinen Schülern, die er nach dem Krieg in seinem Atelier an der Dückersstraße unterrichtete, wird ein eigenes Kapitel gewidmet. "Beuys ist dort ein- und ausgegangen und Heerich hat seine ersten Fingerübungen in Büderich gemacht", sagt Margot Klütsch.

Auch Wegekreuze und Grabsteine erzählen eine Geschichte. Beispielsweise die, dass Josefine Leopold, geboren 1881, im April 1942 nach Auschwitz deportiert wurde.

Den Düsseldorfer Verleger Bruno Kehrein hat das Projekt überzeugt. "Für die Kunstwerke, die in Meerbusch öffentlich gezeigt werden, muss sich die Stadt nicht verstecken", betont er.

Sein Grupello-Verlag hat die Meerbuscher Kunstwege in einer Auflage von 2.000 Stück gedruckt. Kosten: 12,50 Euro, erhältlich im Buchhandel. Der professionelle Vertrieb ist gewollt und Kehrein ist sicher, dass "auch rechtsrheinisch wahrgenommen wird, was es in Meerbusch Gutes gibt".

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