Resultat aus Querelen: Sozialdemokraten haben nur noch acht Ratsmitglieder.

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Hans-Werner Schoenauer verlässt die Fraktion, bleibt aber im Rat. Er fühlt sich der Sozialdemokratie weiter verbunden, wird aber trotzdem aus der Partei austreten.

Hans-Werner Schoenauer verlässt die Fraktion, bleibt aber im Rat. Er fühlt sich der Sozialdemokratie weiter verbunden, wird aber trotzdem aus der Partei austreten.

Hans-Werner Schoenauer verlässt die Fraktion, bleibt aber im Rat. Er fühlt sich der Sozialdemokratie weiter verbunden, wird aber trotzdem aus der Partei austreten.

Meerbusch. Die SPD verliert ein profiliertes Fraktionsmitglied: Hans-Werner Schoenauer ist am Donnerstag aus der Fraktion ausgetreten. Sein Ratsmandat will er behalten und künftig als Fraktionsloser in Rat und Planungsausschuss - seinem Fachgebiet - Politik machen. Querelen in der Fraktion gab es lange, bevor Schoenauer nun für sich die Konsequenz zog. "Ich fühlte mich fehl am Platz, ausgegrenzt. Irgendwann ist das Maß dann voll." Es habe inhaltliche Diskrepanzen gegeben, seine Arbeit sei nicht geschätzt, der Stil und der persönliche Umgang hätten nicht mehr gestimmt. Er habe sich die Entscheidung nach 20Jahren im Rat und weiteren acht als sachkundiger Bürger nicht leicht gemacht.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Ilse Niederdellmann wurde von der Entscheidung ebenso kalt erwischt wie Parteichef Alexander Jankowsky. "Ich fordere, dass Schoenauer aus der Partei austritt und das Ratsmandat da lässt, wo es hingehört, nämlich zur SPD", sagt Niederdellmann. Der Parteiaustritt sei eine "ganz logische Folge" von Schoenauers Verhalten. "Das geht gar nicht anders."

Sein Mandat will der Ratsherr Schoenauer nicht niederlegen, allerdings nach 36Jahren aus der Partei austreten. Ein Parteiausschlussverfahren, wie es ihm Niederdellmann angekündigt hat, "will ich nicht haben. Das ist mir die Sache nicht wert." vlo

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