Im Planungsverfahren werden vier Varianten für die Deichsanierung vorgelegt.

Meerbusch. Josef Schmitz, der Geschäftsführer des Deichverbands, erinnert daran, dass im Planungsverfahren vier Varianten für die Deichsanierung vorgelegen hätten, deren technische Daten die Bezirksregierung in Düsseldorf geprüft und sich dann entschieden hätte. In das Verfahren sei damals auch das Staatliche Umweltamt integriert worden. Eine Auswirkung der Abstimmungen war die Forderung, am Deichfuß keinen Bewuchs zuzulassen, dessen Wurzelwuchs den Hochwasserschutz gefährden könnten. Daraus wiederum folgt nun die Fällung von Obstbäumen in Langst-Kierst und Pappeln in Nierst.

Den Deichausbau zur Rettung der Bäume ins Landesinnere zu verschieben - wie es die Werthhof-Bewohnerin Renate Brors vorschlägt - hält Schmitz für problematisch: "Die Fläche dort wird intensiv von Landwirten genutzt. Das ist die Problematik."

Zum formalen Verfahren: Der Deichverband kann nicht eigenmächtig vom Planfeststellungsbeschluss abweichen. Würde man sich also entscheiden, die Bäume nicht fällen zu wollen, müsste laut Schmitz ein neues Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. "Das alte hat acht Jahre gedauert."

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