Alle Fraktionen der Stadt haben sich in einer Resolution gegen eine geplante Umbenennung ausgesprochen.

"Wie ein Keil" zwischen Meerbusch und Düsseldorf wirken die großen Stahlträger der Brücke anlässlich des Streits über eine erneute Namensgebung.
"Wie ein Keil" zwischen Meerbusch und Düsseldorf wirken die großen Stahlträger der Brücke anlässlich des Streits über eine erneute Namensgebung.

"Wie ein Keil" zwischen Meerbusch und Düsseldorf wirken die großen Stahlträger der Brücke anlässlich des Streits über eine erneute Namensgebung.

Marc Ingel

"Wie ein Keil" zwischen Meerbusch und Düsseldorf wirken die großen Stahlträger der Brücke anlässlich des Streits über eine erneute Namensgebung.

Meerbusch. "Auch ich bin gegen den Namen Joachim-Erwin-Brücke", bekennt Brigitte Kümper am Donnerstag im letzten Moment, bevor die Entscheidung fällt.

Und auch wenn die Politiker sie nicht mehr gehört haben: Mit dieser Haltung, das wird am Abend desselben Tages klar, steht die Büdericherin auf Seiten der politischen Mehrheit in Meerbusch.

"Die im Rat der Stadt Meerbusch vertretenen Fraktionen wenden sich dagegen, dass die A44-Flughafenbrücke umbenannt wird", lautet die einhellige Position von CDU, SPD, FDP und Grünen.

Nach der intensiven öffentlichen Diskussion und den beiden Anträgen von Grünen und FDP, die den Düsseldorfer Vorstoß strikt ablehnten, die Rheinbrücke bei Ilverich nach dem verstorbenen Düsseldorfer CDU-Oberbürgermeister zu benennen, hatte die FDP diesen Kompromiss formuliert.

Zumindest derzeit, so konkretisiert Fraktionschefin Gesine Wellhausen die Position, sei eine Umbenennung der Brücke weder geboten noch wünschenswert.

"Die im Rat der Stadt Meerbusch vertretenen Fraktionen wenden sich dagegen, dass die A44-Flughafenbrücke umbenannt wird."

Resolution zur diskutierten Umbenennung

Das tragen Ilse Niederdellmann (SPD) und Jürgen Peters (Grüne) mit. Und dieser Haltung, die die Konkurrenz der Namenspatrone ("Erwin" gegen "Rau" oder "Niederrhein") gänzlich ausblendet, können sich auch die Christdemokraten anschließen, ohne sich gegen ihren ehemaligen Parteikollegen zu positionieren.

Das, so der Fraktionsvorsitzende Werner Damblon, hätte man als pietätlos empfunden. Zudem, so Damblon, nehme er an dieser Stelle das Testament des ehemaligen OB ernst, der seinen Nachfolgern jeden Streit um seinen Namen verboten habe.

Bürgermeister Spindler hat nun den Auftrag, diese Meerbuscher Resolution den Verkehrsministern im Land und im Bund mitzuteilen.

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