Das Internet-Angebot der Stadt wird ausgebaut, um Bürgerbeteiligung zu erleichtern.

Der Blick auf die Meerbusch-Startseite, die auf Aktuelles und Grundsätzliches verweist.
Der Blick auf die Meerbusch-Startseite, die auf Aktuelles und Grundsätzliches verweist.

Der Blick auf die Meerbusch-Startseite, die auf Aktuelles und Grundsätzliches verweist.

Ingel

Der Blick auf die Meerbusch-Startseite, die auf Aktuelles und Grundsätzliches verweist.

Meerbusch. Wer sich für Kommunalpolitik interessiert, dem ist das Phänomen vielleicht vertraut. Versucht er, sich im Internet über die Themen in den politischen Fachgremien zu informieren, wird mancher Nutzer ausgebremst: "Es besteht ein Problem mit dem Sicherheitszertifikat der Webseite", erfährt der Online-Besucher auf der offiziellen Homepage der Stadt. Das Zertifikat sei "nicht von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle ausgestellt" worden.

Wer der dringenden Empfehlung, die Webseite zu schließen, nicht folgt, gelangt nach einem Klick auf den alarmroten Button immerhin ungefährdet zu den öffentlichen Sitzungsunterlagen.

Hinderlich und lästig ist dieses Verfahren, das ungeübte Internetnutzer auch verschreckt - und dies in Zeiten, in denen eine offensive Informationspolitik der Stadt gewollt ist. Die ist laut Stadtsprecher Michael Gorgs für diesen virtuellen Hindernislauf auch nicht verantwortlich.

Die Sicherung von Datenbanken sei verpflichtend, die Zertifikate seien so etwas wie eine Sicherheitsschleuse. Diese werde von dem Dienstleister ITK in Neuss gesteuert, der für den Rhein-Kreis und Düsseldorf zuständig ist. "Für ein System ist alles unsicher, was es noch nicht im Speicher hat", sagt Gorgs. Das gelte für die ITK wohl im Internet-Explorer.

Dass die ITK als "nicht vertrauenswürdig" eingestuft wird, weist man am Standort in Neuss zurück. Dieses Problem trete ausschließlich bei Internet-Explorer auf, einem Zugang, den wegen seiner Unsicherheit "kaum noch jemand nutzt", behauptet Günter Fuchs (ITK) kühn. Handlungsbedarf sieht er nicht. Seine Empfehlung, um die lästige Hürde zu umgehen: Die Sicherheitsstandards am Computer senken. Gorgs denkt über andere Lösungen nach. Möglicherweise müsse man das Zertifikat eines anderen Anbieters kaufen.

Meldungen werden mit einem Verfallsdatum versehen

"Ein Internetauftritt ist niemals fertig, er wächst täglich", sagt Gorgs und verweist auf den wachsenden Serviceanteil. Alle Ansprechpartner in der Stadtverwaltung seien aufgeführt, grundsätzliche Informationen ebenso hinterlegt wie aktuelle Nachrichten oder ein Veranstaltungskalender. Mit einem Verfallsdatum versehen, purzelten die Informationen aus den Rubriken ins Archiv, erzählt Gorgs und bemerkt zufrieden, dass der Altweibersturm der Möhne Mittwochabend von der Startseite verschwunden ist. Jecke machen Platz für Neues oder auch Zeitloses.

Die Stichwortsuche und das Kapitel "Tourismus und Hotels" werde am häufigsten genutzt. Intensiven Gebrauch machen die Meerbuscher auch von der Möglichkeit, Formulare herunterzuladen oder sich über Papiere zu informieren, die beispielsweise für einen Pass-Antrag vorgelegt werden müssen.

Ein weiterer Schritt ist gemacht: Bürgerbeteiligungen an Bauvorhaben sollen online möglich werden. Die Software, um die Pläne verständlich darzustellen, ist eingekauft. Dezentral soll die Datenpflege erfolgen, Werkzeug und Software stehen den Abteilungen zur Verfügung. "Aber dafür benötigt man natürlich auch Personal", sagt Gorgs. Und: "Noch ist das Angebot nicht so, wie wir es uns selber wünschen."

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