Bürger fürchten Aufnahmen für Google Street View.

wza_1500x1004_504581.jpeg
Nicht mit Mann, allerdings mit Kamera auf dem Dach fahren die Google-Fahrzeuge jetzt wieder durch den Kreis. Bürgermeister Spindler findet unangekündigte Aufnahmen „bedenklich“.

Nicht mit Mann, allerdings mit Kamera auf dem Dach fahren die Google-Fahrzeuge jetzt wieder durch den Kreis. Bürgermeister Spindler findet unangekündigte Aufnahmen „bedenklich“.

Stadt Grevenbroich

Nicht mit Mann, allerdings mit Kamera auf dem Dach fahren die Google-Fahrzeuge jetzt wieder durch den Kreis. Bürgermeister Spindler findet unangekündigte Aufnahmen „bedenklich“.

Meerbusch/Rhein-Kreis Neuss. Die Google Germany GmbH hat nun auch im Rhein-Kreis Neuss begonnen, Fotoaufnahmen von Straßenzügen für ihren Internetdienst Google Street View zu machen (die WZ berichtete).

Die festgehaltenen 360-Grad-Ansichten ergänzen den bekannten Karten-Online-Service und ermöglichen dem Betrachter virtuelle Reisen durch Städte in aller Welt. In diesen Tagen war ein mit Dachkamera ausgestatteter Wagen zunächst in Grevenbroich zum Fotografieren unterwegs. Daraufhin hatte sich verunsicherte Hausbesitzer auch im Rathaus gemeldet.

Der Düsseldorfer Kreis - das Gremium der obersten Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder im nicht-öffentlichen Bereich - hat inzwischen eine "Datenschutzrechtliche Bewertung von digitalen Straßenansichten insbesondere im Internet" vorgenommen und konkrete Forderungen dazu aufgestellt.

Demnach sollte den betroffenen Anwohnern und Grundstückseigentümern die Möglichkeit eingeräumt werden, der Veröffentlichung der Bilder im Netz zu widersprechen. Damit dies frühzeitig geschehen kann, soll jede Datenerhebung im Vorfeld bekannt gegeben werden.

"Dass Google nun auch im Rhein-Kreis Aufnahmen macht, wurde bislang weder auf der Internetseite des Unternehmens angekündigt, noch bei der Kreisverwaltung angemeldet", so Isabelle-Anne Koennecke, Datenschutzbeauftragte beim Rhein-Kreis Neuss.

Meerbuschs Bürgermeister Dieter Spindler nennt das Vorgehen des Online-Dienstes "äußerst bedenklich". Deshalb sei es wichtig, dass die Bürger frühzeitig informiert seien, wie sie sich gegen die Veröffentlichung von Fotos wehren können: Wer sein Haus nicht im Internet sehen will, könne das Foto per E-Mail an die Adresse streetview-deutschland@google.com sperren lassen.

Weiterführende Informationen gibt es auch auf der Internetseite der NRW-Landesdatenschutzbeauftragten oder beim für Google zuständigen Hamburgischen Landesdatenschutzbeauftragten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer