Die Ratsfraktionen erwägen einen Appell an den NRW-Ministerpräsidenten Rüttgers.

Meerbusch. Keine Reaktion hat es bisher auf die Resolution gegen die Umbenennung der Flughafenbrücke gegeben, die der Rat der Stadt Meerbusch an den Landes- und den Bundesverkehrsminister adressiert hatte. Das teilte Bürgermeister Dieter Spindler am Dienstagabend in der Ratssitzung mit: "Ich habe von keinem der beiden eine Antwort erhalten."

Angesichts des Rücktritts von Minister Wittke unmittelbar nach der Ankündigung, die Brücke werde umbenannt, erwägen die vier Meerbuscher Ratsfraktionen nun einen erneuten Appell. Den wollen sie - wegen der Bedeutung und angesichts der vakanten Fachministerstelle - nun auch an den NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) richten.

Während SPD, FDP und Grüne diese Stellungnahme für richtig und notwendig halten, bittet die CDU um Bedenkzeit: Man sei sich nicht sicher, ob es die richtige Taktik sei, meint Fraktionschef Werner Damblon. Im Hauptausschuss, der am 12.März tagt, will man entscheiden.

Wenige Tage nach dem Ausstieg ihres Chefs hieß es gestern im Landesverkehrsministerium, in der Sache gebe es "nichts Neues".

Chance für Meerbusch: Neue Namensgebung nicht geregelt

Minister Wittke habe sich das Anliegen - ein Vorstoß Düsseldorfer Heimatfreunde - zu eigen gemacht und die Absicht gehabt, die Rheinquerung umzubenennen. "Diese Absicht besteht noch." Generell gebe es für solch eine Umtaufe keine Präzedenzfälle auf Bundesebene, auch kein geregeltes Verfahren.

Die Aussage Berlins sei, dass Tiefensee der Neu-Taufe nicht im Wege stehe, wenn das Land dies wolle. "Und ein Minister ist ein Vertreter der Landesregierung", stellt eine Sprecherin klar, dass möglicherweise diese Parteinahme Wittkes ausreiche. "Aber noch steht ja kein Schild da."

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