Freiwillige wurden zu 592 Einsätzen gerufen.

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Auch zu Wohnungsbränden rückte die Feuerwehr aus. Ein Mehrfamilienhaus in Büderich wurde im Juli durch Feuer unbewohnbar.

Auch zu Wohnungsbränden rückte die Feuerwehr aus. Ein Mehrfamilienhaus in Büderich wurde im Juli durch Feuer unbewohnbar.

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Auch zu Wohnungsbränden rückte die Feuerwehr aus. Ein Mehrfamilienhaus in Büderich wurde im Juli durch Feuer unbewohnbar.

Meerbusch. Zu insgesamt 592 Einsätzen wurden die 248 Feuerwehrleute im vergangenen Jahr gerufen. Dies sind im Vergleich zum Jahr 2008 fast 100Einsätze mehr. Die Zahl steigt kontinuierlich: Im Jahr 2006 bewältigten die Helfer nur 426 Einsätze.

Für die Statistikfreunde: Der einsatzreichste Tag war 2009 der Freitag, an dem die Einheiten 201 Mal ausrückten. 49 Einsätze fielen auf einen Sonntag. 297 Alarmierungen gingen zwischen 6 und 18 Uhr ein, 223 Mal klingelte der Notruf zwischen 18 Uhr und Mitternacht. 72 Einsätze lagen zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens. Im Durchschnitt waren die Freiwilligen 47 Minuten im Einsatz.

Die meiste Arbeit hatten die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache. Sie mussten 273 Mal ausrücken. Die Löschzüge aus Büderich und Osterath wurden 156 beziehungsweise 122 Mal alarmiert, der Löschzug Lank-Latum hatte 97 Einsätze, der Löschzug Strümp 73, die Löschgruppe Ossum-Bösinghoven 28, die Löschgruppe Nierst 36 und die Löschgruppe Langst-Kierst 43 Einsätze.

Große Gefahr durch eingeschaltete Herdplatten

Nur 99 Mal war ein Feuer Ursache des Einsatzes (17 Prozent). Vergessenes Essen, Kochtöpfe oder andere Gegenstände auf eingeschalteten Herdplatten fingen Feuer, einige Fahrzeuge gerieten in Brand. Das folgenreichste Feuer brach im Juli in Büderich aus, als ein Mehrfamilienhaus unbewohnbar wurde, mehrere Hausbewohner durch Rauchgase verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Außergewöhnlich war das Unglück am 24. Juni, als Einsatzkräfte aus Osterath und Strümp ein in Brand geratenes Hochspannungskabel auf dem Außengelände des RWE-Umspannwerks zwischen Osterath und Kaarst löschten.

Bedarf an technischer Hilfeleistung nimmt zu

Die Zahl der Technischen Hilfeleistungen hat sich deutlich erhöht. 382 Alarmierungen stehen 288 Einsätzen in 2008 gegenüber. Diese Einsatzkategorie machte 2009 mehr als 65 Prozent aller Alarmierungen aus. Das lag auch am dem Unwetter: Zwischen dem 3. und 5. Juli pumpte die Feuerwehr mehr als 150 Keller, Straßen oder Tunnel leer. Die A44 musste zeitweise gesperrt werden, da die Pumpen der Tunnelanlagen die Wassermassen nicht bewältigen konnten und im Bovert wurden Erdgeschoss-Wohnungen neben dem Rückhaltebecken Am Mühlenbach überflutet.

Ein Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen belastete die freiwilligen Helfer im August sowohl körperlich als auch psychisch: Ein Autofahrer hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren, war gegen einen Pfahl auf der A44-Flughafenbrücke geprallt und gestorben.

111 Mal (2008: 125) folgten die Einsatzkräfte einem Fehlalarm. Red

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