Wohnungseinbrüche werden von Polizei nur selten aufgeklärt.

Meerbusch. Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass die Polizei über Wohnungseinbrüche in Meerbusch berichtet. In der aktuellen Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2009 ist bei diesen Delikten dann auch ein Anstieg von 42 Fällen zu verzeichnen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Meerbusch 1250 Diebstähle, zu denen auch die Einbrüche zählen, bekannt, im Vergleich zum Vorjahr sind das 72 Fälle mehr. Die Aufklärungsquote war mit 8,1 immerhin doppelt so hoch wie noch 2008.

Bei Fahrrad-, Motorrad- oder Kfz-Diebstählen zeigt die Tendenz ebenfalls leicht nach oben, wogegen die Zahl der Autoaufbrüche deutlich gesunken ist: 113 Fälle statt 229 in 2009 bedeutet ein Rückgang von über 50 Prozent. Aufgeklärt wurden 160 Diebstahlsdelikte, was einer Quote von 12,8 Prozent entspricht.

Zahl der Straftaten ist um 201 Fälle gestiegen

Insgesamt kamen 2009 in Meerbusch 2776 Straftaten zur Anzeige, das sind 201 Fälle mehr. Die Aufklärungsquote ist leicht auf 39,1 Prozent gefallen (2008: 42,8 Prozent). Bei der Gewaltkriminalität - Mord, Vergewaltigung, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung oder Totschlag machen 2,2 Prozent an der Gesamtkriminalität aus - ist mit 60 Delikten im Vergleich zu 80 Fällen in 2008 erneut ein Rückgang zu verzeichnen (Aufklärungsquote: 75 Prozent).

Straßenkriminalität ist zurückgegangen

Unter dem Oberbegriff Straßenkriminalität fasst die Polizei diverse Delikte zusammen. Die reichen von exhibitionistischen Handlungen über Diebstähle aus einem Kiosk bis hin zu Sachbeschädigungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist für diese Kriminalitätssparte ein Rückgang um 46 Delikte festzustellen. Die Aufklärungsquote ging jedoch um 2,5 Prozent nach unten.

70 Prozent aller Betrugsdelikte in Meerbusch wurden 2009 aufgeklärt, das bedeutet eine Verbesserung um 4,8Prozent. 2009 wurden 55 Delikte mehr angezeigt, damit stieg dieser Wert auf 406 Fälle.

Kreisweit wurden im Vorjahr 29 551 Verbrechen angezeigt. Das sind 503 Straftaten mehr als im Vorjahr. Rund die Hälfte aller Fälle konnte die Polizei aufklären.

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