Bedarfsplan in Arbeit: Liberale richten 25 Fragen an die Feuerwehr.

Meerbusch. Schon Ende 2009 wollten sich Verwaltung und Politik vorausschauend mit der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans für die Zeit nach 2011 beschäftigen. Dreimal wurde das 62-seitige Werk bereits wegen des zusätzlichen Beratungsbedarfs einzelner Fraktionen vertagt, und dies ist auch an diesem Donnerstag im Hauptausschuss (17 Uhr, Verwaltungsgebäude am Franz-Schütz-Platz, Büderich) zu erwarten.

Die FDP, die die letzte Vertagung im Januar beantragt hatte, legte Stadt und Feuerwehr erst jetzt einen 25 Punkte umfassenden Fragenkatalog vor, der vor der Beschlussfassung beantwortet werden solle. Das, so hörte man gestern, sei bis Donnerstag nicht zu schaffen.

Dramatisch ist die erneute Vertagung nicht. Stadtbrandmeister Herbert Derks hatte in den vergangenen Ausschusssitzungen immer unterstrichen, dass man keinen Handlungsdruck habe, der alte Plan liefe ja noch bis 2011.

Gegenstand der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans ist die Anschaffung neuer Löschfahrzeuge, die Erweiterung der Gerätehäuser in Nierst und Büderich, der Kauf neuer Drehleitern. Allein 1,7 Millionen Euro sind als städtische Kosten für die Fahrzeugbeschaffung bis 2014 ausgewiesen.

Erklärtes Ziel der Liberalen ist die Aufdeckung von Einsparpotenzial. Das Ziel spiegeln auch ihre Fragen wider: Da wird die Notwendigkeit der Aufstockung der hauptamtlichen Kräfte, die Anzahl, Ausstattung und Größe der Einsatzfahrzeuge und der Gerätehäuser hinterfragt. Ein Blick über die Stadtgrenze nach Kaarst und Willich bringt die FDP beispielsweise zu der Frage, warum die Nachbarn mit weniger hauptamtlichen Feuerwehrleuten auskommen. "Wie kann das sein?"

Einen impliziten Sparvorschlag werden die Feuerwehrleute in Langst-Kierst gewiss nicht übersehen: Wenn denn ein neues Gerätehaus in Langst-Kierst notwendig werde, weil ein größeres Einsatzfahrzeug im alten keinen Platz finde, würde dann nicht der Kauf eines kleineren Fahrzeugs gleich zwei Probleme lösen, fragen die Liberalen.

Antworten werden von der Feuerwehrführung, dem Leiter der Feuerwache Ralf Bolten und dem städtischen Fachbereichsleiter Heiko Bechert erwartet, die jedoch diese Woche nicht greifbar sind.

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