Stadt gibt Zuschuss für Aufpasser an den weiterführenden Schulen.

Bekritzelt, verunreinigt, beschädigt: Schultoiletten sind oft ein Graus.
Bekritzelt, verunreinigt, beschädigt: Schultoiletten sind oft ein Graus.

Bekritzelt, verunreinigt, beschädigt: Schultoiletten sind oft ein Graus.

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Bekritzelt, verunreinigt, beschädigt: Schultoiletten sind oft ein Graus.

Meerbusch. Ein Jahr lang soll es in den Schultoiletten der weiterführenden Schulen eine Aufsicht geben. Diese Aufgabe zu fördern, hat nun der Schulausschuss beschlossen.

Schon seit Jahren ist mutwillige Beschädigung und Zerstörung von sanitären Einrichtungen an den weiterführenden Schulen ein Problem. Doch während Haupt- und Raphaelschule dem Ärgernis mit eigenen Aufsichten zu Leibe rücken wollen, ist dies an den schülerstärkeren Schulen nicht möglich.

Das Meerbusch-Gymnasium in Strümp und die Maria-Montessori-Gesamtschule haben immerhin mit einer selbst organisierten Aufsicht gute Erfahrungen gemacht. Dort gab es deutlich weniger Beschädigungen. Allerdings ergäbe sich trotz einer Umlage aus Geldern des Fördervereins ein monatlicher Fehlbedarf von 250 Euro, teilt die Verwaltung mit.

"Wir reden hier nicht von einer Putzkraft, die auch Aufsichtspflichten übernimmt", stellte Kultur- und Jugenddezernentin Angelika Mielke-Westerlage klar. Das Problem könne nur durch eine dauerhafte Aufsicht bewältigt werden, die der Förderverein als Arbeitgeber einstellen müsse. Das soll 2010 auch am Mataré und in der Realschule gelten.

Diese Personalkosten sollen bezuschusst werden. Fraktionsübergreifend signalisierten die Politiker Einvernehmen. "Wir fassen den Beschluss vor allem für die Schüler, die sich benehmen", betont die Ausschussvorsitzende Petra Schoppe (CDU). Sie sprach sich dafür aus, das Projekt zunächst auf ein Jahr zu befristen. Dann sollte ein Erfahrungsbericht vorgelegt werden, bevor über eine Fortführung des Projekts entschieden werde.

Diesem Vorschlag stimmte der Ausschuss geschlossen zu, lehnte aber einen Vorschlag der SPD ab, die eine Übernahme sämtlicher Kosten für das Aufsichtspersonal beantragt hatte. Über diese Förderung hinaus hat der Schulträger bereits zugesagt, bei zukünftigen baulichen Veränderungen nach Möglichkeit die Gestaltungsvorschläge der Schüler zu berücksichtigen. So soll es Schminkecken, Pinbretter und Kritzelflächen geben.

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