Das Laientheater schwimmt seit der Gründung im Jahr 1982 auf einer Erfolgswelle.

Das Laientheater schwimmt seit der Gründung im Jahr 1982 auf einer Erfolgswelle.
1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

Eine Szene aus dem Stück „Tante Trina“ (1984). Insgesamt kann das Laientheater heute auf 34 Spielzeiten mit 579 Vorstellungen zurückblicken.

Ein Foto aus dem Jahr 1985: Auch der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau (r.) interessierte sich für das erfolgreiche Mundarttheater.

Im Jahr 1983 stand das Ensemble in der Gaststätte Küppers mit dem Stück „Forelle Blau“ erstmals auf der Bühne.

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1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

Um zurückgehende Zuschauerzahlen muss sich das Mundarttheater keine Sorgen machen. Schließlich schwimmt das Lotumer Buretheater auf einer Erfolgswelle – und das seit 35 Jahren. „Zehn Theaterbegeisterte waren am 12. Juli 1982 in der Gaststätte Küppers in Latum bei der Gründung dabei“, weiß Werner Schmalbach. Der Sohn des Gründers Karl Schmalbach war damals 28 Jahre alt und als Radio- und Fernseh-Techniker von Beginn an für Licht und Ton verantwortlich: „Die Gestelle zum Befestigen der Scheinwerfer bauten ansässige Handwerker. Aber wir wurden von Vorstellung zu Vorstellung in jeder Hinsicht professioneller.“ Im ersten Jahr waren drei Vorstellungen geplant. „Mein Vater machte sich Sorgen, ob genug Publikum da ist“, erinnert er sich. Als dann fünf Vorstellungen eingeplant wurden, waren die Karten in 30 Minuten vergriffen: „Es gab Beschwerden von denjenigen, die leer ausgegangen waren.“

Gründer Karl Schmalbach schrieb insgesamt 20 Stücke

Heute kann das Rheinische Laientheater auf 34 Spielzeiten mit 579 Vorstellungen und 220 000 Zuschauern zurückblicken. Bis 1986 wurde im Saal Rademacher in Lank, bis 1993 im Meerbusch Gymnasium Strümp und ab 1994 im Forum Wasserturm gespielt. 20 der größtenteils in Länkter Platt aufgeführten Stücke hat Karl Schmalbach geschrieben und weitere zehn wurden von ihm umgeschrieben. „Wen ich in den verschiedenen Veröffentlichungen über die Entwicklung des Lotumer Buretheaters gesagt habe, dass es ursprünglich nicht meine Absicht war, hier mit eigenen Stücken auch kreativ zu werden, so glaubt mir das heute kein Mensch mehr. Es ist aber so“, stellte der Gründer 1997 fest.

Das Laientheater schwimmt seit der Gründung im Jahr 1982 auf einer Erfolgswelle.
1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

Eine Szene aus dem Stück „Tante Trina“ (1984). Insgesamt kann das Laientheater heute auf 34 Spielzeiten mit 579 Vorstellungen zurückblicken.

Ein Foto aus dem Jahr 1985: Auch der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau (r.) interessierte sich für das erfolgreiche Mundarttheater.

Im Jahr 1983 stand das Ensemble in der Gaststätte Küppers mit dem Stück „Forelle Blau“ erstmals auf der Bühne.

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Eine Szene aus dem Stück „Tante Trina“ (1984). Insgesamt kann das Laientheater heute auf 34 Spielzeiten mit 579 Vorstellungen zurückblicken.

Erst im Frühjahr 2013 gab er den Vereinsvorsitz an Robert Paas ab. Nur wenige Monate später starb Karl Schmalbach im Alter von 85 Jahren. „Irgendwie fühle ich mich für das Theater verantwortlich“, erklärt der Sohn sein heutiges Engagement. Sein Vater hat immer an die Zukunft des Mundarttheaters geglaubt. Er war bemüht, „eine große, politisch und heimatkundlich belegte Themenvielfalt auf die Theaterbühne zu bringen. Mundarttheater mit politischem Hintergrund – das macht sonst kein Volkstheater.“ Hier und in der Treue des Ensembles liegt wohl das Erfolgsrezept.

Gerda und Robert Paas standen seit 1983 mehr als 20 Mal auf der Bühne und Liesel Beeck bringt es seit 1987 auf 24 Auftritte. Trotzdem betont Werner Schmalbach: „Wir suchen dringend Nachwuchs.“ So stehen bei der Premiere des erstmals nicht vom Theatergründer geschriebenen oder umgeschriebenen, sondern von Spielleiter Peter Pütz bearbeiteten Stücks „Osere nöje Pastur“ am 6. Oktober zwei neue Schauspieler auf der Bühne: Uschi Benneckenstein aus Gellep-Stratum – gesucht und gefunden über eine Kleinanzeige im Internet – sowie Helmut Pinkert, Meerbuscher Standesbeamter.

Das Laientheater schwimmt seit der Gründung im Jahr 1982 auf einer Erfolgswelle.
1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

1985: Das Stück „Opa hört nix“ wurde zum Publikumsrenner.

Eine Szene aus dem Stück „Tante Trina“ (1984). Insgesamt kann das Laientheater heute auf 34 Spielzeiten mit 579 Vorstellungen zurückblicken.

Ein Foto aus dem Jahr 1985: Auch der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau (r.) interessierte sich für das erfolgreiche Mundarttheater.

Im Jahr 1983 stand das Ensemble in der Gaststätte Küppers mit dem Stück „Forelle Blau“ erstmals auf der Bühne.

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Ein Foto aus dem Jahr 1985: Auch der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau (r.) interessierte sich für das erfolgreiche Mundarttheater.

Obwohl das Buretheater jährlich 3000 Euro Miete für die Bühne im Forum Wasserturm zahlt und Einrichtungen finanziert, die dort auch von anderen Künstlern genutzt werden, wurden in den 35 Jahren 300 000 Euro aus Einspiel-Überschüssen an soziale und kulturelle Einrichtungen gespendet. „Das Team arbeitet ehrenamtlich gegen eine geringe Aufwandsentschädigung“, ergänzt Werner Schmalbach. Und er verspricht: „Es wird auch in Zukunft beste Mundart-Unterhaltung geben – mit neuen Stücken und Wiederholungen.“

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