Amtlich: Elektronik ersetzt die Papiervariante.

Meerbusch. Die alt hergebrachte Papierlohnsteuerkarte ist Vergangenheit, sie wird durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Dabei erhalten die Arbeitgeber alle so genannten Lohnsteuerabzugsmerkmale wie die Steuerklasse oder Freibeträge nun direkt von der Finanzverwaltung. Daher wird die Stadtverwaltung in diesem Jahr auch keine Karten mehr an die Haushalte verteilen. "Wir hatten bereits Nachfragen, wo denn die Karten bleiben", erläutert Michael Marschall, verantwortlicher Abteilungsleiter für die Bürgerbüros der Stadt.

Im vergangenen Jahr hatten 25 Mitarbeiter der Verwaltung die 36000 Karten noch per Hand in die Meerbuscher Briefkästen geworfen. Seit Einführung der Lohnsteuerkarte 1925 erhielt jeder Arbeitnehmer jedes Jahr sein persönliches Exemplar von seiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung und reichte es anschließend an den Arbeitgeber weiter. "Verbunden war damit bislang ein hoher Verwaltungsaufwand, insbesondere für die Städte und die Arbeitgeber", sagt Michael Marschall. "Die Lohnsteuerkarten mussten hergestellt, bedruckt, versendet und verwaltet werden. Und das jedes Jahr aufs Neue."

Ab dem Jahr 2011 wechselt die Zuständigkeit für die Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale von den Meldebehörden auf die Finanzämter.

Diskussion um Außenstelle des Finanzamts in Meerbusch

Unklar ist derweil, ob das für Meerbuscher zuständige Finanzamt NeussII nach der Sommerpause erneut eine Außenstelle in Meerbusch eröffnet. Das sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden, teilt die Finanzverwaltung in Neuss mit. Finanzamt und Stadt seien zurzeit noch in Gesprächen, ob eine Unterbringung im Bürgerbüro möglich sei. In Kaarst, Korschenbroich und Dormagen wird dieser Service angeboten.

Weitere Informationen zur Lohnsteuer gibt es im Internet.

www.elster.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer