Heimat: Das 100-jährige Jubiläum der Fusion von Lank und Latum steht neben Denkmalfragen im Mittelpunkt des neuesten „Bott“.

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Käthe Schneider, Franz-Josef Radmacher und Franz-Josef Jürgens (v.l.) kämpfen im „Bott“ für eine Unterschutzstellung der Villa Löwenburg.

Käthe Schneider, Franz-Josef Radmacher und Franz-Josef Jürgens (v.l.) kämpfen im „Bott“ für eine Unterschutzstellung der Villa Löwenburg.

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Käthe Schneider, Franz-Josef Radmacher und Franz-Josef Jürgens (v.l.) kämpfen im „Bott“ für eine Unterschutzstellung der Villa Löwenburg.

Lank-Latum. Mit der neuen Ausgabe der Lanker Heimatblätter "Dä Bott" betritt der Heimatkreis Lank als Herausgeber Neuland. Erstmals werden die einzelnen Artikel den 462 Mitgliedern nicht mehr als lose Blattsammlung, sondern in gebundener Form kostenlos zur Verfügung gestellt.

"Der Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe liegt ganz klar auf dem 100-jährigen Jubiläum der Zusammenfügung von Lank und Latum", erklärt Schriftleiter Franz-Josef Jürgens. Ein ausführlicher Beitrag von Wilhelm Toups beschäftigt sich mit der kommunalen Neuordnung kurz nach der Jahrtausendwende und der Grenzverlauf vor 1910 wird anhand einer Karte noch einmal aufgezeigt. Die Festrede von Addo Winkels zum 75-jährigen Jubiläum von Lank-Latum schließt letzte Wissenslücken und wird abgerundet von einem Referat von Mike Kunze: "Wie aus einer alten Rivalität ein zukunftsträchtige Gemeinschaft wurde".

Die wichtigsten Termine: der Jubiläums-Heimatabend am 26. März im Forum Wasserturm, ein großes Volksfest am 4. August sowie eine Ausstellung mit Bildern von Theo Schackers in der Teloy-Mühle am 8. Dezember.

Der zweite wichtige Punkt, dem im neuen "Bott" Beachtung geschenkt wird, ist der Erhalt von Denkmälern. "Dabei geht es um solche, die bereits unter Schutz gestellt sind, aber eben auch um Gebäude, die noch in keiner Liste auftauchen, obwohl es angebracht wäre", so Jürgens.

Einen kräftigen Seitenhieb verteilt Jürgens in einem persönlichen Kommentar an die Befürworter eines Abrisses der Alten Schule in Langst-Kierst. "Die Diskussion ist von Anfang an in eine Schieflage geraten. Ob die Schule erhalten werden sollte, um sie - wie in Nierst oder Bösinghoven - einer anderen Nutzung zuzuführen, wurde nie ernsthaft geprüft. Es ging nur um das Feuerwehrgerätehaus und die dadurch entstehenden Kosten", so der Geschäftsführer des Heimatkreises.

Auf jeden Fall unter Denkmalschutz stellen sollte man die so genannte Villa Löwenburg, die noch als Verwaltungsgebäude genutzt wird, bald aber leer steht. Der Heimatkreis könnte sich gut vorstellen, dort seine Geschäftsstelle einzurichten. "Für uns alleine wäre das Haus aber zu groß", plädiert Jürgens für eine Mischnutzung mit anderen Vereinen.

Insgeheim hoffen die Heimatfreunde darauf, in der Löwenburg ein städtisches Museum unterbringen zu können. Einen entsprechenden Antrag an die Stadt als Eigentümer hat der Heimtkreis im neuesten "Bott" gleich mit abgedruckt.

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