Lernen: Die Pastor- Jacobs-Schule nimmt im dritten und letzten Jahr unter dem Namen Comenius an einem europäischen Projekt teil.

Tanzen nicht aus der Reihe: Die Pastor-Jacobs-Schüler lernen durch das Europaprojekt fürs Leben.
Tanzen nicht aus der Reihe: Die Pastor-Jacobs-Schüler lernen durch das Europaprojekt fürs Leben.

Tanzen nicht aus der Reihe: Die Pastor-Jacobs-Schüler lernen durch das Europaprojekt fürs Leben.

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Tanzen nicht aus der Reihe: Die Pastor-Jacobs-Schüler lernen durch das Europaprojekt fürs Leben.

Lank-Latum. Konzentrations- und Entspannungstraining in der Grundschule - für einige Jungen und Mädchen an der Lanker Pastor-Jacobs-Schule steht das auf dem Stundenplan. Täglich absolvieren sie ihr Yoga-Training an der Kemper Allee und geben dem Lehrpersonal gleichzeitig Aufschluss darüber, ob künftig alle Schüler in den Genuss von "Lotussitz", "Schmetterling" oder "Frosch" - so die Namen einiger Yoga-Übungen - kommen werden.

"Kümmern um sich selbst" - Yoga für Kinder, lautet dieser erste von drei Bausteinen in der Lanker Grundschule, die unter dem Oberbegriff "Care" (...sich kümmern...) im letzten der drei europäischen Comenius-Jahre (siehe Kasten) an der Schule ins Leben gerufen werden.

Modul 2 läuft ebenfalls bereits: "Kümmern um andere". In der Begegnung von Jung und Alt sollen die Schüler in der Wahrnehmung von Personen in ihrer Umgebung sensibilisiert werden. Hierbei sollen sie den Erfahrungsschatz der Senioren mit eigenen und kreativen Angeboten austauschen. Konkret ist hierbei die Zusammenarbeit mit den Bewohnern des Malteser-Seniorenstifts in Lank gemeint. Eine erste Begegnung hat bereits stattgefunden: Bei Gedichten, Erzählungen und Liedern gemeinsam mit den Männern und Frauen des Altenheims erfuhren die Schüler vom Winter in früheren Jahren. Gleichzeitig konnten sie ihre Erlebnisse einbringen. Die künftigen Unterrichtseinheiten - ob in der Schule oder im Malteserstift - sollen weiter an der jeweiligen Jahreszeit ausgerichtet werden.

Modul 3: Kümmern um Dinge und Orte in der Umgebung

Modul 3, "Kümmern um Dinge und Orte der Umgebung", steht an, sobald das Wetter es zulässt. Und es wird praktisch: Zusammen mit den Eltern sollen die jungen Schüler den Sandkasten-Innenhof der Schule neu gestalten. Langfristig stehen dann Arbeiten wie Unkraut entfernen, Umgraben, Bepflanzen und Bewässern an. "Die Kinder lernen, Verantwortung für diesen Platz zu übernehmen und mitzuarbeiten", erläutert die Projektleiterin und stellvertretende Schulleiterin Helga Cloeren, die bereits unter anderem die Themen Höflichkeit und Respekt mit den Schülern "durchgenommen" hat.

Dabei gehe es aber nicht um sozialen Drill mit dem Ergebnis einer ehrfürchtigen Starre. Das Comenius-Projekt habe sich vielmehr "Lebenslanges Lernen" auf die europäischen Fahnen geschrieben. Und so hebt Helga Cloeren in den Vordergrund, dass sich die eigentlich sowieso nicht aus der Reihe tanzenden Kinder immer intensiver an die gesellschaftlichen Projekte erinnerten. Die soziale Kompetenz wachse.

Vor drei Jahren bewarb sich Helga Cloeren um das Schulprojekt Comenius im Rahmen des europäischen Bildungsprojekts Sokrates. 1500 Euro gibt es pro Jahr aus einem EU-Topf für die Lanker. Übergeordnetes Ziel ist, die Schulbildung qualitativ zu verbessern. "Comenius soll dazu beitragen, dass Schüler und Lehrkräfte ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer aufgeschlossenen und vielfältigen europäischen Gemeinschaft entwickeln", heißt es.

Um sich auszutauschen, besuchte Cloeren "ihre Kollegen" an Schulen in Sevilla, Neapel, Mailand und Vreden. Vom 11. bis 15. Mai kommen sie diesmal nach Lank. Am 9. März gibt es einen Europa-Schultag an der Kemper Allee. Dabei geben die Schüler einen Einblick in ihre aktuellen Arbeiten.

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