Die Initiatoren des Projekts „Inwendig warm“ werden in Lank empfangen.

Nach 600 Kilometern erreichten Arnold Schnittger (Mitte, weißes T-Shirt) und seine Mitstreiter am Freitagnachmittag Lank.
Nach 600 Kilometern erreichten Arnold Schnittger (Mitte, weißes T-Shirt) und seine Mitstreiter am Freitagnachmittag Lank.

Nach 600 Kilometern erreichten Arnold Schnittger (Mitte, weißes T-Shirt) und seine Mitstreiter am Freitagnachmittag Lank.

Ingel

Nach 600 Kilometern erreichten Arnold Schnittger (Mitte, weißes T-Shirt) und seine Mitstreiter am Freitagnachmittag Lank.

Lank. Auf den Schultern zweier Mitstreiter erreichte am Freitagnachmittag Arnold Schnittger mit vielen Gleichgesinnten das Ziel des Benefiz-Etappenlaufs "Inwendig warm" am Alten Schulhof in Lank. Gestartet war der allein erziehende Vater des 14-jährigen und von Geburt an durch eine Infantile Zerebralparese schwerstbehinderten Nico am 1. Mai an den Hamburger Landungsbrücken.

Während der 600 Kilometer und 21 Etappen wurde der freie Fotograf von verschiedenen Mitgliedern des Projekts "Nico’s Farm" begleitet - eine Initiative, die den Traum des 57-Jährigen von einer "Begegnungsstätte für eigentlich alle" unterstützt. Genauer gesagt: Es handelt sich dabei um die erste Wohngemeinschaft von Eltern und deren behinderten Kindern als Selbstversorger inklusive Therapeuten und tiergestützten Therapieformen.

Geld für das Projekt wird in ganz Deutschland gesammelt

Um ein ehemaliges Pflegeheim im Herzen von Hamburg wird zu diesem Zweck geworben, die Mittel sollen in den beteiligten Städten des Interaktionslaufs durch Verlosungen - wie auch in Meerbusch - und ähnliche Aktionen aufgebracht werden.

"Das war ein wirklich unbeschreiblicher Einlauf", sagte Schnittger begeistert, "Meerbusch hat bewiesen, dass wir uns geirrt haben mit der Meinung, dass Behinderte ausgegrenzt werden". Mitgebracht hat er 1000 Unterschriftenkarten, insgesamt 2000 Stück will er dem Hamburger Stadtoberhaupt Ole van Beust übergeben. Der habe das Konzept für "Nico’s Farm" seit seinem Bestehen, also seit einem Jahr, ignoriert. Und auch Bundespräsident Horst Köhler würde nach Aussage von Schnittker keinerlei Interesse signalisieren.

Bürgermeister begrüßt die Wanderer für den guten Zweck

"Wir wollen der Politik zeigen, was für Behinderte wirklich getan werden kann", sagte der Initiator der bundesweiten Aktion. Als "große Sportler" und eine "absolut tolle Truppe" begrüßte Meerbuschs Bürgermeister Dieter Spindler die Wanderer für den guten Zweck. "Wir sind richtig glücklich, der Etappenschlusspunkt für diesen Aufruf für mehr Verständnis zu sein", erklärte das Stadtoberhaupt. Hürden wären schließlich immer noch überall deutlich erkennbar.

Meerbuscher Sportler und die Werbegemeinschaft, Musik-Acts sowie mehrere Behindertenvereine sorgten am Freitag für das nötige Aufsehen. Unterhaltung und intensive Information rundeten den Nachmittag ab. Interesse geweckt - Etappenziel erreicht.

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