Beste Stimmung trotz des Regens beim Langst-Kierster Festwochenende.

Glück gehabt: Oberst Paul Breuers und die Langst-Kierster Schützen erwischten bei ihrer Parade am Sonntag eine Regenpause.
Glück gehabt: Oberst Paul Breuers und die Langst-Kierster Schützen erwischten bei ihrer Parade am Sonntag eine Regenpause.

Glück gehabt: Oberst Paul Breuers und die Langst-Kierster Schützen erwischten bei ihrer Parade am Sonntag eine Regenpause.

Thomas Glein

Glück gehabt: Oberst Paul Breuers und die Langst-Kierster Schützen erwischten bei ihrer Parade am Sonntag eine Regenpause.

Langst-Kierst. Wenn das keine Punktlandung ist. Die letzten Marschtritte vor der Königstribüne in Langst-Kierst sind gerade verhallt, als Seine Majestät Heinz III. Breuers und Königin Hilde am Sonntag um 17.05 Uhr den Regenschirm endgültig aufspannen müssen. Gefolgt von den Schützen zieht der Hofstaat mit Prinz Marc Breuers und seiner Prinzessin Antonia Wilhelmus, den Ministerpaaren Holger und Hiltrud Amelung sowie Franz und Katharina Betzing zum Zelt.

"Wir sind wohl etwas schneller gelaufen", vermutet Bruderschafts-Fahnenschwenker Norbert Hilgers, denn Festzug und Parade wurden vollständig absolviert, aber zum Glück etwas früher als üblich beendet.

Glanzpunkt des Zuges ist die Artilleriebatterie Holzbüttgen. Mit ihrer prächtigen Kanone grüßen die Blauröcke besonders ihr Mitglied Minister Betzing, der im blauen Waffenrock von der Tribüne zurückwinkt. Die Gastschützen haben selbst noch einen prominenten Gast dabei. Der Osterather Schützenkönig Heinz-Peter Kreuels hat als ausgebildeter Geschützfahrer auf der Protze Platz genommen und das Schmuckstück durch Langst und Kierst manövriert.

Hoch zu Ross bestreitet wieder die 7. Kompanie den Zug und auch die Musikzüge können sich blicken lassen. Dem Regen entkommen, geht der Festtag im Zelt ungehemmt weiter.

Bereits am Sonntagmorgen - am Tag nach dem fetzigen Tanzabend am Samstag im Zelt - gab es aber so einiges zu feiern. Ex-König Friedhelm Ridders-Wolf, Günther Nelles, Ludger Münker und Fahnenschwenker Norbert Hilgers werden für ihr Engagement mit dem Silbernen Verdienstkreuz des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften geehrt.

Bereits am Samstag hatte Johannes Toups mit dem Hohen Bruderschaftsorden eine noch höhere Bundesauszeichnung erhalten. In 18 Jahren hat der Schreinermeister insgesamt 54 Vögel gebaut und mit seinen zähen Meisterwerken für spannende Vogelschüsse gesorgt. Außerdem hat er die Festschrift zum 150-jährigen Bestehen maßgeblich gestaltet und gilt als "Burgenbauer von Kierst", erklärt Bezirks-Bundesmeister Karl-Heinz Kaules beeindruckt.

Eine besonders sympathische Eigenschaft des rüstigen Ruheständlers hob Schützenpräsident Ludwig Hanebrink hervor: "Bei allem bleibt Johannes Toups immer unglaublich bescheiden!"

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