Markanter Neubau für Wohnungen und Geschäftslokale ist geplant.

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Der Bauverein will die Kaplanei abreißen und ein Wohn- und Geschäftshaus bauen (v.l.): Vorstandsmitglied Heinz Seipelt, Jury-Mitglied Just Gérard, Geschäftsführer Peter Wulbeck und Heinrich Naphausen (Bauverein)

Der Bauverein will die Kaplanei abreißen und ein Wohn- und Geschäftshaus bauen (v.l.): Vorstandsmitglied Heinz Seipelt, Jury-Mitglied Just Gérard, Geschäftsführer Peter Wulbeck und Heinrich Naphausen (Bauverein)

Der Bauverein will die Kaplanei abreißen und ein Wohn- und Geschäftshaus bauen (v.l.): Vorstandsmitglied Heinz Seipelt, Jury-Mitglied Just Gérard, Geschäftsführer Peter Wulbeck und Heinrich Naphausen (Bauverein)

Meerbusch. Von außen wirkt das Haus akzeptabel, doch die alte Kaplanei ist abbruchreif. Das Grundstück, 1800 Quadratmeter groß, hat der Bauverein Meerbusch auf Erbpachtbasis übernommen. Er will dort ein Wohn- und Geschäftshaus bauen – Neuland für die Büdericher. Fünf Millionen Euro, so Vorstand Heinz Seipelt und Geschäftsführer Peter Wulbeck, wolle man investieren.

Ein Realisierungswettbewerb wurde ausgelobt, aus 30 Bewerbern wurden 15 auslost, 14 kamen  in die Schlussauswahl. Von 9 bis 15 Uhr tagte die Jury aus Architekten und sachkundigen Laien am Mittwoch, dann stand der Wettbewerbssieger fest: Architekturbüro Meyer, Dorfstraße 7b – sozusagen ein Nachbar. Da ist es verständlich, dass Jurymitglied Just Gérard betont, es habe sich um einen anonymen Wettbewerb gehandelt, angesichts des Ergebnisses aber unkt: „Das glaubt uns kein Mensch.“

Das Büro Meyer kann überzeugen, weil es die L-Form des Grundstücks, das an Dorfstraße und Pfarrgarten liegt, klug aufgreift: Im Erdgeschoss sollen etwa sechs Ladenlokale (gesamt 700 m²) entstehen, im ersten und zweiten Obergeschoss insgesamt rund 20 Wohnungen (1600 m²).

Balkone und Ruheräume haben Süd-West-Ausrichtung. „Optimal“, sagt Wulbeck. Barrierefrei soll das Gebäude sein, die Wohnungen rollstuhlgerecht ausgebaut, das Gros zwischen 65 bis 80 m². „Wir bauen kein Altenheim, aber barrierefrei“, betont Seipelt. „Und die Wohnungen sollen bezahlbar sein.“

Diese Hoffnung setzt man in den Meyer’schen Entwurf, für den ein Vorhabenbezogener Bebauungsplan erarbeitet wird. Der Plan: Ende des Jahres existiert Planungsrecht, die alte Kaplanei wird abgerissen. Im Frühjahr 2012 ist Baubeginn, 2013 ziehen die Mieter in das Haus, das Solarthermie und Erdwärme als Energiequellen nutzen soll.

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