Mitglieder wollen Kontakt zur Verwaltung und einen Weg in die Öffentlichkeit.

Meerbusch. In einem wichtigen Punkt gab es in der Sitzung des Integrationsrates am Dienstagabend Übereinstimmung: Der Integrationsrat will stärker in die kommunale Politik eingebunden werden.

Ein Prüfantrag an die Verwaltung umfasst mehrere Aufgaben. Dazu zählt vor allen Dingen eine Klärung, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Integrationsrat und der Verwaltung künftig enger gestaltet werden kann. So möchte er von der Stadt über Probleme von Ausländern informiert werden. Erstrebenswert sei auch eine feste Anlaufstelle seitens der Stadt anzubieten, an die sich Menschen zentral wenden können.

"Nur wenn wir von den Problemen der Bürger erfahren, können wir diesen auch unsere Unterstützung anbieten", sagt Ingrid Maas, die stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrats. Bestärkt wurde dieses Bedürfnis sicherlich durch die Tatsache, dass die Bürgersprechstunde vor Beginn der Sitzung nicht genutzt wurde.

Begrüßt wurde die Idee, dass der Vorsitzende Hayrettin Polat an der nächsten Ratssitzung teilnimmt. Dort könne die Arbeit des Gremiums vorgestellt und die Zusammenarbeit möglicherweise intensiviert werden.

Zur nächsten Sitzung des Integrationsrats soll Michael Gorgs, der Pressereferent der Stadt, eingeladen werden. Er soll darstellen, wie die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt funktioniert und Möglichkeiten aufzeigen, wie die Beschlüsse und Ideen des Integrationsrates präsentiert werden könnten. Diskutiert wird über die Schaffung eines Internetauftritts.

Am 7. Februar wurde der erste Integrationsrat in Meerbusch gewählt.

Direkt gewählt wurden Hayrettin Polat (Türkei), Erhard Hartung (Österreich), Ingrid Maas (Deutschland), Marie-Louise Eichhorst (Niederlande), Mary Bernadette Weihs (Großbritannien), Mohamad Al Jawhar (Irak), Ariane Jung (Niederlande), Trevor Brannon (Irland) und Loukia Hatzi (Griechenland). Der Schweizer Peter René Häcki wurde gewählt, verzichtete aber auf sein Mandat. Helga Hermanns, Jörg Wartchow (beide CDU), Hans-Günther Focken (SPD), Thomas Gabernig (FDP) und Sarah Stockmann (Grüne) wurden vom Rat in das Gremium entsandt.

Hans Günter Focken schlug außerdem vor, die künftigen Sitzungen in unterschiedlichen Stadtteilen stattfinden zu lassen. So könne man vielleicht mehr ausländische Mitbürger erreichen und die Akzeptanz der Sprechstunde verbessern. Die Bürgersprechstunde findet jedes Mal vor der Sitzung des Integrationsrates statt und dauert eine Stunde.

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