Der gelernte Schreiner und Bildhauer Götz Sambale stellt seine Skulpturen in Büderich aus. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag.

Der gelernte Schreiner und Bildhauer Götz Sambale stellt seine Skulpturen in Büderich aus. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag.
Einer der vielen Könige, die im Alten Küsterhaus zu sehen sind.

Einer der vielen Könige, die im Alten Küsterhaus zu sehen sind.

Bildhauer Götz Sambale beim Arrangement seiner Ausstellung im Alten Küsterhaus.

Bild 1 von 2

Einer der vielen Könige, die im Alten Küsterhaus zu sehen sind.

Die Skulpturen von Götz Sambale erzählen Geschichten. Wie diese ausfallen, hängt vom jeweiligen Standort ab. Dieser zum Ausstellungsort hergestellte Bezug gibt der Präsentation „Könige“ in Büderich einen besonderen Reiz. Denn die Skulpturen auf niedrigen bis überdimensionalen Holzsockeln sind ab Samstag in der Kultur- und Begegnungsstätte Altes Küsterhaus und auch als einzelne Exemplare in der St.-Mauritius-Kirche zu sehen.

„Ein Kirchenraum wertet auf und schafft Distanz. Das fällt im Küsterhaus weg. Trotzdem bleibt die Würde erhalten“, begrüßt der gelernte Schreiner und studierte Bildhauer Götz Sambale die unterschiedlichen Standorte. Seine mit goldglänzenden Kronen oder Kappen bekleideten Könige in reduzierter Gestik wirken auf den ersten Blick klein, zart und ein wenig schüchtern: „Sie stehen wie Besucher herum – tuscheln, wirken verunsichert, bescheiden oder verletzlich.“ Immer aber strahlen sie eine erstaunliche Würde aus und lassen dem Betrachter Raum für eigene Gedankenspiele. Dazu möchte der in Köln lebende freischaffende Bildhauer anregen. Er legt Wert auf das Spielerische, eine sympathische Ausstrahlung seiner Figuren.

„Manchmal greife ich auch zur Kettensäge.“

Götz Sambale, Bildhauer

Einige Könige stellt er würdevoll in Gruppen auf oder lässt sie in einem schlichten Holzboot verharren. Je nach der gewünschten Inszenierung können sie anderweitig platziert werden. Trotz unterschiedlicher Botschaft haben die Skulpturen etwas Gemeinsames: Aus robust anmutender patinierter Bronze oder schlichtem Holz erschaffen zeigen sie sich auf Sockeln aus dem weichen, vergänglichen und möglichst naturbelassenem Material Holz. Sambale, der sich seit rund 15 Jahren diesem Thema widmet und in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten ist, arbeitet mit winzigem Werkzeug: „Aber manchmal greife ich auch zur Kettensäge.“ Als eine Art Vorbereitung auf den einzelnen König schafft er abstrakte Figuren: „Das ist ein wichtiger Arbeitsgang.“

Die in Zusammenarbeit mit der Küsterhaus-Programmleiterin Inge Sternemann und dem Familienforum Edith Stein, Neuss, entstandene Ausstellung wird am Samstag, 18 Uhr, im Anschluss an die Vorabendmesse in St. Mauritius mit einer Einführung von Götz Sambale und einer Besichtigung im Küsterhaus eröffnet. Bis 6. März, donnerstags und samstags 15 bis 17 Uhr, sonntags 11 bis 15 Uhr, ist die Ausstellung geöffnet. mgö

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer