Nach vier Tagen und vielen Begegnungen ist die Delegation aus Shijonawate zufrieden abgereist.

Bürgermeister Natsuki Tanaka nimmt ein Stück Niederrhein mit nach Hause. Bürgermeister Dieter Spindler überreicht ihm das Söchtig-Werk bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.
Bürgermeister Natsuki Tanaka nimmt ein Stück Niederrhein mit nach Hause. Bürgermeister Dieter Spindler überreicht ihm das Söchtig-Werk bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.

Bürgermeister Natsuki Tanaka nimmt ein Stück Niederrhein mit nach Hause. Bürgermeister Dieter Spindler überreicht ihm das Söchtig-Werk bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.

Ingel

Bürgermeister Natsuki Tanaka nimmt ein Stück Niederrhein mit nach Hause. Bürgermeister Dieter Spindler überreicht ihm das Söchtig-Werk bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags.

Meerbusch. Mit einem Essen in der Residenz des Japanischen Generalkonsuls in Erkrath und frischem Schnee auf der Rückfahrt ging der viertägige Besuch der Delegation um Bürgermeister Natsuki Tanaka aus Meerbuschs Partnerstadt Shijonawate zu Ende. Zum Abschluss kamen die Gäste mit Vertretern der heimischen Wirtschaft und der japanischen Industrie- und Handelskammer zusammen. Erschöpft, aber reich an Eindrücken, machten sich die Partnerstädter auf den Heimflug nach Osaka.

Glühwein und Reibekuchen waren der Renner

„Die gemeinsame Zeit war intensiv, der Zeitplan eng, aber wir haben zahlreiche Kontakte vermitteln können“, erklärte Bürgermeister Dieter Spindler nach dem Abschied auf dem Düsseldorfer Flughafen zufrieden. Besonders die Vielseitigkeit Meerbuschs, die moderne Infrastruktur und die schöne vorweihnachtliche Atmosphäre hätten dem Amtskollegen und seinen Mitarbeitern gefallen.

„Glühwein und Reibekuchen auf der Winterwelt waren offenbar der Renner“, so Spindler. Ihm hat Tanaka ein ganz persönliches Geschenk überreicht: Aus Blütenblättern schuf die Ehefrau Tanakas ein Bild des Fujiyama für den Ersten Bürger der Stadt.

Die Geste ist beispielhaft für die Idee der neuen Partnerschaft. In sie sollen neben den Meerbuschern auch die in Meerbusch lebenden Japaner eingebunden werden. Etwa 20 Landsleute kamen am vergangenen Samstag zu dem Treffen mit den Gästen aus Shijonawate in die Mediothek. Die Ärztin Christel Stock-Iwamoto hatte die Kontakte geknüpft. „Einige von ihnen wollen den Austausch gerne mitgestalten“, erzählt Bürgermeister-Referentin Bettina Scholten.

So regt eine Lehrerin und Ikebana-Meisterin einen japanischen Sprach- oder Kochkurs an. Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage kann dem Vorschlag viel abgewinnen. Der Kochkurs könnte in der neuen VHS-Lehrküche im Bürgerhaus Lank stattfinden, „und er würde auch junge Leute ansprechen“, sagt sie mit Blick auf die Sushi-Küche.

Zunächst soll sich ein Komitee aus Meerbuschern und japanischen Mitbürgern formieren, das Ideen entwickelt.

Wer den Austausch mitgestalten will, kann sich bei Referentin Bettina Scholten im Rathaus melden.

Telefonummer: 02132-916423

E-Mail: bettina.scholten@meerbusch.de

Die angenommene Vorliebe für leichte Küche und Fischgerichte hatte die Meerbuscher Organisatoren auch bewogen, eines der vorbestellten Abendessen zu streichen und die Gäste à la carte wählen zu lassen. „Wir nahmen an, dass sie der deftigen Kost überdrüssig seien“, erzählt Scholten lächelnd. Wie sich zeigte, war die Sorge der Gastgeber unbegründet: Auch bei freier Wahl griffen die Gäste aus Shijonawate zum Rind statt zum Fisch.

Partnerschaft soll behutsam entwickelt werden

Behutsam will die Stadt ausloten, wie die Partnerschaft mit Leben zu füllen ist. Hilfe von vielen Seiten hat die ersten Schritte gelingen lassen: das Engagement von Christel Stock-Iwamoto und von Yurie Takagi, die als in Hamburg geborene Japanerin mit Wohnsitz in Büderich alle Begegnungen gedolmetscht hat, die wertvollen Tipps des Vizekonsuls Wataru Okuma oder von Ruth Jäschke aus dem japanischen Informationsbüro. Interesse hat auch die japanische Industrie- und Handelskammer signalisiert.

Im nächsten Jahr, zur Feier der 150 Jahre währenden deutsch-japanischen Beziehungen, könnte eine Ausstellung mit Werken japanischer Künstler realisiert werden, nennt Mielke eine Idee.

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