Die Kreuzkirche feiert in elf Tagen 40-jähriges Bestehen.

Die Kreuzkirche feiert in elf Tagen 40-jähriges Bestehen.
Presbyter Uwe Furchheim (v.l.), Pfarrerin Heike Gabernig und Friedrich Lohmann, Archivar.

Presbyter Uwe Furchheim (v.l.), Pfarrerin Heike Gabernig und Friedrich Lohmann, Archivar.

U.D.

Presbyter Uwe Furchheim (v.l.), Pfarrerin Heike Gabernig und Friedrich Lohmann, Archivar.

Die Anfänge der evangelischen Kirchengemeinde Lank liegen in einer heutigen Tanzschule und einem Fahrradgeschäft. Erst 1976 weihte die Gemeinde ihre Kreuzkirche an der Nierster Straße feierlich ein, nachdem sie sich bereits am 1. Mai 1971 von der Muttergemeinde Krefeld-Uerdingen gelöst hatte. Allerdings hieß das multifunktionale Gebäude damals noch schlicht Evangelisches Gemeindezentrum. Das ist jetzt 40 Jahre her.

„Das war vielleicht ein schreckliches Gebimmel!“

Friedrich Lohmann, Archivar Ein guter Anlass, dies mit einem Festprogramm am 26. und 27. November zu feiern. Wer wissen will, was es mit Tanzschule oder Fahrradgeschäft auf sich hat, kann am Samstag ab 18 Uhr die Ausstellung zur Geschichte der Kreuzkirche und einen Vortrag von Archivar Friedrich Lohmann besuchen.

Lohmann, der 1973 nach Strümp gezogen war, war 30 Jahre lang Presbyter in der Gemeinde und kennt daher noch fast alle Leute auf den historischen Fotos – und er kann gut aus dem Nähkästchen plaudern. Er verrät beispielsweise, warum der 1993 gebaute Glockenturm teurer als geplant wurde. „Der damalige Pfarrer Georg Eichholtz brachte in eine Sitzung des Presbyteriums ein Tonband mit den Tönen der ausgesuchten drei Glocken mit. Das war vielleicht ein schreckliches Gebimmel!“, kann sich Lohmann heute noch wundern. Schnell wurde der Beschluss gefasst, größere Glocken zu bestellen, die mit ihrem satten Klang das Gehör der Musikgeschulten nicht beleidigt. Doch dafür musste ein dickeres Fundament gebaut werden, das natürlich auch teurer war. Die in das Mauerwerk eingearbeitete kleine gusseiserne Glocke stammt übrigens aus dem Jahr 1928 und rief früher von der kleinen Christuskirche in der Ossumer Straße die Gläubigen zum Gottesdienst.

Alle Generationen sollen einbezogen werden

Die historischen Fotos erfreuen auch mit dem Anblick der Mode der 1970er Jahre. Lange Kotletten und kurze Röckchen waren Trumpf bei den Bläsern des CVJM-Posaunenchores, als sie zur Grundsteinlegung im Juni 1975 bliesen. Die Ausstellung zeigt auch Fotos aus dem Gemeindeleben, die Uwe Furchheim ausgesucht hat. „Denn das Gebäude ist das eine. Doch noch wichtiger ist das Leben in ihm“, sagt der Presbyter.

Seine Buntfotos zeigen viele Menschen: Kindergruppen und Ausflüge der Frauenhilfe, Jubiläen, Menschen, die beim Umbau anpacken. „Wir sind eine lebendige und einladende Gemeinde“, sagt Pfarrerin Heike Gabernig. Die Menschen sollen sich zu Hause fühlen, in der Kreuzkirche Heimat finden. Sie ist die vierte Amtsinhaberin nach Hans-Karl Schmidt-Arendse, Ursula Welting und Georg Eichholtz.

Im Anschluss an den Vortrag, der musikalisch vom CVJM-Posaunenchor begleitet wird, soll es die Möglichkeit geben, über Vergangenes zu klönen. „Wir wollen bei unserem Fest alle Generationen einbeziehen“, unterstreicht Gabernig. Deshalb starten die Geburtstagsfeierlichkeiten am Samstagvormittag mit der Kinderkirche, bei der ein Überraschungsgast erwartet wird. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem „pre-church-event“. Auf der Glockenturmwiese wird ein Lutherbäumchen gepflanzt, gemäß dem Motto: Komm, bau ein Haus, das uns beschützt, pflanz einen Baum, der Schatten wirft. Um 11 Uhr beginnt der Festgottesdienst, der von den Chören der Gemeinde mitgestaltet wird. Die Predigt hält Superintendent Burkhard Kamphausen.

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