Fast 50 Kinder konnten in Büderich ausgestattet werden.

Fast 50 Kinder konnten in Büderich ausgestattet werden.
Gisela Höterkes berät Martina Schlungs (9).

Gisela Höterkes berät Martina Schlungs (9).

Dackweiler

Gisela Höterkes berät Martina Schlungs (9).

Schlange stehen im Jugendzentrum Oase. Eltern und Großeltern stehen sich mit Kindern geduldig die Beine in den Bauch. „Wir suchen hier ein schönes Kleid für mich. Zur Erstkommunion“, sagt Nadja (8) ganz aufgeregt.

„27 Kleider und rund 20 Anzüge wurden bei uns abgegeben“, sagt Christa Altenberg, die die Kommunionkleider-Börse in Büderich seit mehr als 20 Jahren mit zwei Mitstreiterinnen organisiert. Die meisten Anzüge sind klassisch, dunkelblau oder grau. Passend dazu gibt es wahlweise Krawatte oder Schleife, Hemden in blau und weiß. Bei den Kleidern gibt es schon mehr Varianten: Verspielt mit Rüschen? Bestickt mit Perlen? Oder doch lieber schlicht und Baumwolle?

Probleme gibt es beim Größen-Angebot für Jungen

Nadja ist sich ziemlich sicher, was sie will, und zieht ein Kleid mit kleinen weißen Rosen vom Bügel. Oma und Mama nicken, und dann dauert es nicht lange, bis sich die Achtjährige vor dem Spiegel hin und her dreht und freut. Doch leider sitzt das Kleid an den Schultern nicht richtig. Es geht für die drei also weiter mit Stöbern. Und während sich die meisten Mädchen an diesem Nachmittag wie kleine Prinzessinnen über die Anprobe freuen, tun sich die Jungs etwas schwerer.

„Die trauen sich oft nicht so richtig, die Sachen anzuprobieren und gehen lieber ins Nebenzimmer“, erklärt Altenberg. Auch scheint es dieses Jahr mit den passenden Größen bei den Jungs nicht ganz hinzukommen „Die meisten, die bislang da waren, suchen Größe 122. Aber wir haben diesmal viele Anzüge erst ab 128“, sagt Ehrenamtlerin Gisela Höterkes. „Da steckt man nicht drin. Die Kinder – und vor allem die Jungs – sind in diesem Alter sehr unterschiedlich groß.“

Nadja hat inzwischen ihr „Traumkleid“ mit ausgestelltem Rock und langer Schleife gefunden. Dazu gibt es ein besticktes Jäckchen. Die Oma steckt ihrer Enkelin dann noch einen kleinen Kranz ins Haar. Doch leider passt die Farbe nicht: Kleid und Jacke sind cremefarben, der Kranz schneeweiß. „Macht nichts, Nadja. Wir machen dir dann einen aus frischen Blumen. Das ist sowieso viel schöner“, beruhigt die Mama. Mit den passenden Sandalen kostet Nadjas Outfit nicht mal 100 Euro.

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