35 neue Mitarbeiter, vornehmlich für die Werkstoffprüfung, hat das Unternehmen in den letzten Wochen eingestellt.

35 neue Mitarbeiter, vornehmlich für die Werkstoffprüfung, hat das Unternehmen in den letzten Wochen eingestellt.
Udo Klibingat mit Alexandra Behling und Robert Freitag (v.l.) in der großen Halle auf dem Areal Böhler.

Udo Klibingat mit Alexandra Behling und Robert Freitag (v.l.) in der großen Halle auf dem Areal Böhler.

Janning

Udo Klibingat mit Alexandra Behling und Robert Freitag (v.l.) in der großen Halle auf dem Areal Böhler.

Udo Klibingat muss lachen, wenn er die Standort-Frage beantwortet: „Die Mitarbeiter denken, dass sie in Düsseldorf arbeiten, die Vorwahl und Adresse sind auch Düsseldorf, aber unsere Autos fahren mit Neusser Kennzeichen.“ Kein Wunder: Klibingat (54) ist Chef der GMA (Gesellschaft für Materialabnahme) mit Sitz in Büderich. Genauer: auf dem Areal Böhler. Und das liegt nun mal an der Stadtgrenze, gehört aber zum Stadtteil Büderich.

Airbus zählt zu den wichtigsten Kunden der Firma

Die Firma wächst. Erst in den letzten Wochen wurden 35 neue Mitarbeiter vornehmlich für die Werkstoffprüfung eingestellt. Denn das ist das Kerngeschäft von GMA. „Wir sind Marktführer in der Werkstoffprüfung“, beschreibt Klibingat die Position des Unternehmens, das seit 17 Jahren auf dem Areal Böhler sitzt. An der Pinienstraße in Düsseldorf war es zu eng geworden. Mittlerweile wurde auch an der Hansaallee schon erweitert, so dass eine Halle, ein Versuchslabor und Büroräume den 120 Mitarbeitern Platz bieten.

Werkstoffprüfung heißt: GMA untersucht zum Beispiel die Schweißnähte von Rohrstücken, die später in die Klima-Anlage eines Airbus A 350 eingebaut werden. Dafür werden die Rohre in speziellen Räumen – Bunker genannt – geröntgt.

Alexandra Behling aus Gelsenkirchen hat physikalische Technik studiert, ist eine der neuen Mitarbeiterinnen. Sie war vorher Dozentin für Materialprüfung und für Ausbildung zuständig. Bei GMA ist sie technische Koordinatorin, steuert die Abläufe, Wareneingänge, erstellt die Dienstpläne. Einer der ebenfalls neuen Kollegen ist Robert Freitag, seit Februar bei GMA. Seine Frühschicht beginnt wie für alle anderen auch um 6 Uhr, er fährt jeden Morgen aus dem Ruhrgebiet aufs Areal Böhler, um Werkstoffe zu prüfen. „Mit dem Job hier habe ich richtig Glück gehabt“, meint er. Er ist es, der mit anderen Kollegen Fehler in den Nähten der Klimarohre suchen. Sein Kollege Pascal vom Berg arbeitet seit einem Monat bei GMA. Der gelernte Bäcker aus dem Schwalmtal musste aus gesundheitlichen Gründen umschulen, war zuvor schon einige Jahre Lagerist und macht diesen Job auch bei GMA.

Wenn man Udo Klibingat zuhört, kann man sich vorstellen, dass die 35 Mitarbeiter, die er zuletzt eingestellt hat, nicht die Letzten sind, die einen Job auf dem Areal Böhler finden werden. Schon jetzt hat GMA 14 Standorte in Deutschland: „Immer dort, wo auch Airbus seinen Standort hat”. Denn Airbus ist einer der größten Auftraggeber von GMA, lässt dort einen Großteil seiner Materialien prüfen.

Wirtschaftsförderin freut sich über die „tollen Unternehmen“

„Allein, dass Airbus sein Material in einer Meerbuscher Firma prüfen lässt, zeigt doch schon, welche tollen Unternehmen wir in der Stadt haben“, freut sich auch Meerbuschs Wirtschaftsförderin Heike Reiß. An allen GMA-Standorten sind 600 Mitarbeiter beschäftigt. Sie sind entweder Werkstoffprüfer, Ingenieure, Materialprüfer oder Kaufleute. „Ein bunter Haufen aus vielen Nationen.”

Die Firma war 1984 als Familienunternehmen gegründet worden, Klibingat stieg 1994 ein. Mittlerweile gehört GMA zum amerikanischen, börsennotierten Konzern Mistras.

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