Der Ökomarkt in Lank zog hunderte von Besuchern an. Gastronome nutzten das für Protestaktion.

Der (standkostenfreie) Flohmarkt der Kinder hat einen umwelt- und kostenbewussten Ansatz: Hier wird das Prinzip Weiterverwertung statt Mülltonne unmittelbar umgesetzt. Vor allem Kleidung wird angeboten.
Der (standkostenfreie) Flohmarkt der Kinder hat einen umwelt- und kostenbewussten Ansatz: Hier wird das Prinzip Weiterverwertung statt Mülltonne unmittelbar umgesetzt. Vor allem Kleidung wird angeboten.

Der (standkostenfreie) Flohmarkt der Kinder hat einen umwelt- und kostenbewussten Ansatz: Hier wird das Prinzip Weiterverwertung statt Mülltonne unmittelbar umgesetzt. Vor allem Kleidung wird angeboten.

Sie kündigen zum 1. Juli den Wegfall von Sitzplätzen an: Eisdiele Italia (30), Casa del Pescador (52), Fronhof (30), Kaffeemone (28) und das La Pähd (80) protestieren gegen die Terrassengebühr. Fotos (5): Ingel

Marc Ingel, Bild 1 von 2

Der (standkostenfreie) Flohmarkt der Kinder hat einen umwelt- und kostenbewussten Ansatz: Hier wird das Prinzip Weiterverwertung statt Mülltonne unmittelbar umgesetzt. Vor allem Kleidung wird angeboten.

Lank. Morgens um 7 Uhr hört der Regen auf und so bleibt dem Ökomarkt in Lank das witterungsbedingte Desaster des vergangenen Jahres erspart. Zwischen dem Parkplatz am Elisabeth-Hospital und dem Marktplatz flanieren hunderte von Besuchern an Ständen vorbei, an denen viel Dekoratives wie Schmuck und Taschen, mal importiert, mal selbst gefertigt, angeboten wird. Dazwischen gibt es Wein, Gurken und Senf als Snack und Mitbringsel.

Das Thema Ökologie gerät da etwas in den Hintergrund, doch kann die Neugier der Besucher auf E-Bikes ebenso befriedigt werden wie es Informationen zum Naturstrom gibt. Selbst die Büdericher Schützen haben es auf den Markt in Lank geschafft: Sie haben die Botschaft ihres Büdericher Pfarrers aufgenommen, für einen guten Zweck Geld zu mehren, und bieten Nistkästen an.

Fahrrad, Helm und Pumpe kann gewinnen, wer das Umweltquiz der Stadt lösen kann. Der Gewinn passt zum Motto. Das „fahrradfreundliche Meerbusch“, für das die Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt werben, kommt an.

Protest und Unterschriften gegen die Terrassengebühr

Die Kritik, Ökologie spiele auf dem Ökomarkt mittlerweile eine zu geringe Rolle, kann Heiko Bechert, der Fachbereichsleiter Umwelt der Stadt, zum Teil nachvollziehen: Am Anfang hätten viele Handwerker Photovoltaik oder Dämmsysteme vorgestellt – das alles sei mittlerweile Standard. Trotzdem erfülle der Ökomarkt seinen Zweck, glaubt er: „Man muss den Besuchern heute weniger erklären, aber viele kommen gezielt und mit konkreten Fragen.“ Der Ökomarkt sei ein Forum geworden, auf dem Umweltinteressierte sich treffen, viele Kontakte aufgefrischt würden.

Kontakt zu Besuchern suchen auch die Gastronome, die sich gegen die Einführung der Terrassengebühr wehren. Spontan werden Unterschriftenlisten gegen eine Maßnahme ausgefüllt, die „kein Geld bringt, dafür aber Schaden anrichtet“, wie Werner Schmalbach vor dem La Pähd krititisiert. Gastwirt Giro Cinque (Cinque Pomodori) nennt ein konkretes Beispiel: Er stelle bei gutem Wetter freitags und samstags Stühle und Tische vor die verwaiste Alte Weinschenke. „Für diese Plätze müsste ich die Jahresgebühr zahlen. Das rechnet sich nicht.“

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