Rheinhotel hat wieder geöffnet. Deichverband findet keinerlei Schäden.

Hochwasser
Der Eindruck täuscht: Seit Dienstag ist die Zufahrt zum Rheinhotel wieder passierbar.

Der Eindruck täuscht: Seit Dienstag ist die Zufahrt zum Rheinhotel wieder passierbar.

Ingel

Der Eindruck täuscht: Seit Dienstag ist die Zufahrt zum Rheinhotel wieder passierbar.

Langst-Kierst. Das Gröbste scheint überstanden: Bei einem Pegelstand des Rheins von rund 7,50 Metern am Dienstagnachmittag in Düsseldorf ist Josef Schmitz, Geschäftsführer des Deichverbandes Meerbusch-Lank, fest davon überzeugt, dass der Wasserstand in den nächsten Tagen trotz des neuerlichen Regens weiter fallen wird. „Da kommt jetzt nichts mehr“, sagt er.

Auf Meerbuscher Gebiet sei es in den vergangenen Tagen zu keinen nennenswerten Hochwasserschäden gekommen, betont Schmitz. „Die erste Wachstufe wird bei uns ohnehin erst bei einem Pegelstand von neun Metern in Düsseldorf ausgerufen. So weit ist es aber nicht gekommen.“ Zwar habe man trotzdem zwei Wachführer-Besprechungen durchgeführt, „aber auch wirklich nur vorsichtshalber“, unterstreicht der Geschäftsführer.

Kopfzerbrechen hätten ihm allerdings am vergangenen Wochenende die Hochwasser-Touristen gemacht: „Die haben zum Teil die Bauzäune eingerissen und sind mit dem Mountainbike über den neuen Deich gefahren. Das muss der aber aushalten.“

Währenddessen finden mit einer Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung hinter dem alten Deich vorbereitende Arbeiten, etwa die Errichtung von Baustraßen, für den zweiten Bauabschnitt der Deichsanierung bis Uerdingen statt, der ab April in Angriff genommen werden soll. Darüber hinaus soll die Zufahrtsstraße zum Hotel in der ersten Februarwoche geteert werden – wenn es das Wetter zulässt.

Das wird die Geschäftsführung des Rheinhotels Vier Jahreszeiten freuen, denn seit Dienstag läuft dort der Betrieb wieder. „Da die Zufahrtsstraße komplett unter Wasser stand, mussten wir vom 9. bis zum 12. Januar schließen, hatten dann ein paar Tage Luft, ehe wieder nichts mehr ging“, berichtet Monica Cremer, zuständig für Marketing und Verkauf. Einige der Angestellten konnten deshalb trotzdem nicht Däumchen drehen. „Wir haben in den Hochwasser-Tagen ausgeharrt und uns im Hotel einquartiert“, so Cremer. Strom und fließend Wasser hätte es trotz allem gegeben, für den absoluten Notfall liegen im Hotel stets Anglerhosen bereit. „Die haben wir in allen Größen“, sagt die Hotelangestellte lachend.

Die Einnahmeverluste hätten sich in Grenzen gehalten. „Anfang des Jahres ist ohnehin noch nicht so viel los“, erklärt Cremer. Gäste, die Zimmer reserviert hatten, habe man angerufen und ihnen geholfen, ein anderes Hotel zu finden. Nächste Woche beginnt in Düsseldorf die Boot, „da sollte dann schon möglichst alles wieder normal laufen“, sagt Cremer.

Aus Erfahrung klug geworden ist Fährmann Hans Schäfer. Die Rheinfähre zwischen Langst-Kierst und Kaiserswerth macht regelmäßig zwischen Weihnachten und Februar Betriebsferien. Die Zeit wird genutzt, um notwendige Reparatur an der Fähre durchzuführen.

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