Im Kulturausschuss wurde über sechs mögliche Varianten diskutiert. Die Kosten reichen bis zu 246 500 Euro.

Die jetzige Eingangssituation stellt niemanden zufrieden.
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Die jetzige Eingangssituation stellt niemanden zufrieden.

Die Vorschläge 1 bis 6 von oben links nach unten rechts. Variante 1 (o.l.) wäre mit 9300 Euro die günstigste. Am teuersten ist Variante 6 (u.r.) mit fast 250 000 Euro. Bild/Illustrationen: RKW-Rhode Kellermann Wawrowsky

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Die jetzige Eingangssituation stellt niemanden zufrieden.

Bislang stehen die Besucher des Forum Wasserturms bei schlechtem Wetter ungeschützt vor dem Haus in der Schlange. Als Provisorium dient ein Zelt. Daher gibt es in Politik und Verwaltung schon länger Überlegungen, ein Vordach als Schutz zu bauen. Das Düsseldorfer Architekturbüro RKW – Rhode, Kellermann, Wawrowsky erstellte die erste Planungsstudie. Dessen geschäftsführender Gesellschafter Dieter Schmoll stellte jetzt sechs Konstruktionen im Kulturausschuss vor.

Architekt Schmoll gehört selbst dem Bauausschuss an

Die möglichen Baukosten der schlichtesten Variante liegen bei 9300 Euro. Es ist eine kurze Auskragung mit Blechverkleidung. Die zweite Variante (33 200 Euro) erweitert die Idee, an allen drei Feldern der Fassade ist ein Vordach angebracht. Die dritte (27 800 Euro) und vierte Konstruktion (37 700 Euro) sieht gefaltete Stahlblechschalen in verschiedenen Breiten vor. „Die fünfte Variante ist geschlossen“, erklärte Schmoll. Es ist ein rechteckiger Glaskasten mit drei Eingängen, der als Windfang und Aufenthaltsraum dient. Schmoll: „Die gerade Lösung könnte aber im Widerspruch zur Architektur des Gebäudes stehen.“ Kosten: 85 500 Euro.

Die sechste Variante ist die Überdachung der gesamten Hoffläche, zum Beispiel mit Glas oder Membran. Wie im Zickzack reihen sich Dachaufbauten hintereinander, viele Fabrikhallen weisen ein solches Sägezahndach auf. Der Bau würde 246 500 Euro kosten, der Raum bis zu 500 Personen fassen. „Diese sogenannte Shed-Konstruktion hätte etwas Industrielles, passend zum Forum Wasserturm“, so Schmoll. Der Architekt geht davon aus, dass der Baum im Hof weichen müsste. Bei einer Glaslösung wäre der Wasserturm zu sehen. „Bei den Beratungen im Bauausschuss wurde der Reinigungsaufwand bemängelt“, berichtete Schmoll. Durch die Abflachung des Glasdaches zu einer Horizontalen ließe sich das Problem entschärfen. Schmoll (UWG) ist Mitglied im Bauausschuss.

Verena Schäfer von der CDU sagte: „Ich wundere mich über die Querbebauung, wenn die Besucher sowieso gerade in der Schlange stehen.“ Nicole Niederdellmann-Siemes (SPD) fragte, ob auch ein Dach aus Glas denkbar sei, das tiefer in den Raum führt. Schmoll sagte: „Der Raum würde in zwei Seiten zerfallen.“ Das sehe nicht gut aus, und die anderen Varianten bräuchten keine Stützen. Jörg Schleifer von der FDP stellte klar: „Wir haben das Geld nicht.“ Es sei nicht sinnvoll, Geld für weitere Planungen auszugeben. Für die erste Studie hatte der Rat 5000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Lösung soll Platz für mehr als 20 Personen bieten

Auch Birte Wienands (CDU) sieht die Kosten kritisch und plädiert dafür, das Vorhaben ganz neu anzugehen: „Wir brauchen nicht weiterträumen.“ Nur müsse eine Lösung gefunden werden, die Platz für mehr als 20 Personen biete. Der Innenhof sei zurzeit nicht einladend: „Sonnenschirm, Blumentöpfe und Bänke stehen dort wie in einer Rumpelkammer.“ Torsten Schmitt (Bündnis 90/Die Grünen) regte an, Segel aufzuspannen, die sich nach Bedarf ausrollen lassen.

Claus Klein, Leiter von Service Immobilien, berichtete aus der anderen Sitzung: „Im Bauausschuss hatten sich die Mitglieder darauf geeinigt, eine größere Lösung zu verfolgen.“ Doch viel Geld kosten dürfe es nicht. Die Anregungen aus dem Kulturausschuss werden in die weiteren Überlegungen einfließen. Einigkeit bestand etwa darin, dass das Vordach vor Niederschlag schützen soll, es aber keiner temperierten Räumlichkeit bedarf.

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