Radrennen soll 2017 auch durch Meerbusch führen. Damit dies gelingen kann, haben vier Sponsoren der Stadt 50 000 Euro zugesagt.

Radrennen soll 2017 auch durch Meerbusch führen. Damit dies gelingen kann, haben vier Sponsoren der Stadt 50 000 Euro zugesagt.
Wenn alles gut läuft, könnten die Teilnehmer der Tour de France 2017 auch durch Meerbusch radeln. Archiv

Wenn alles gut läuft, könnten die Teilnehmer der Tour de France 2017 auch durch Meerbusch radeln. Archiv

dpa

Wenn alles gut läuft, könnten die Teilnehmer der Tour de France 2017 auch durch Meerbusch radeln. Archiv

Die Chancen, dass das weltberühmte Radrennen Tour de France am 2. Juli 2017 durch Meerbusch fährt, sind deutlich gestiegen. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU) hat nun mitgeteilt, dass mittlerweile vier Sponsoren für Meerbusch eine Finanzierungszusage gegeben haben. Die von Meerbusch zu hinterlegende Summe von 50 000 Euro sei somit garantiert. Bei den Sponsoren handelt es sich demnach um vier Meerbuscher Unternehmen. Diese Firmen will die Stadt in einer eigenen Pressekonferenz vorstellen.

Wenn die Meerbuscher Politik grünes Licht gibt – was nach den Vorgesprächen als gesichert gilt – kann die Bewerbung an die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Organisationskomitee kurzfristig verschickt werden. „Ich bin froh und stolz, dass wir vier namhafte Meerbuscher Unternehmen gewinnen konnten, die unsere Bewerbung ermöglichen“, sagt Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

Bewerbung wäre laut Stadtsprecher erfolgversprechend

Zwar ist mittlerweile klar, dass der Tourverlauf am zweiten Tag linksrheinisch endet – Zielort ist Mönchengladbach. Welchen Weg die Tour de France bis dahin nimmt – ob auch über Meerbusch – steht noch nicht endgültig fest. Die definitive Route des zweiten Tages soll erst am 18. Oktober bekannt gegeben werden. Unterdessen zeigt sich die Stadt zuversichtlich, dass bei einer entsprechenden Bewerbung Meerbuschs die Tour auch tatsächlich durch Meerbusch führe. „Man hat uns angedeutet, dass eine Bewerbung erfolgversprechend wäre“, sagt Meerbuschs Stadtsprecher Michael Gorgs.

Abhängig ist Meerbusch allerdings in erster Linie von der Antwort auf die Frage, ob es in Düsseldorf gelingt, endgültig die nötigen finanziellen Mittel für den „Grand Depart“ in der Landeshauptstadt zusammenzubringen und eine politische Mehrheit für das Vorhaben zu gewinnen. Die Meerbuscher Stadtverwaltung ist mit der gesicherten Finanzierung nämlich bereits einen Schritt weiter als die Nachbarstadt Düsseldorf, wo die Tour de France am 1. Juli 2017 starten soll. Dort muss Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) gerade spüren, dass deutlich weniger Sponsoren Interesse zeigen als erhofft. Bislang sind nur 80 000 Euro in der Landeshauptstadt von privaten Geldgebern veranschlagt. Erforderlich ist ein Vielfaches dessen. Eine Ratsvorlage zur Tour de France war vor wenigen Tagen in Düsseldorf von der Tagesordnung genommen worden. Die Politik sollte 3,8 Millionen Euro überplanmäßig für das sportliche Groß-Event genehmigen. Dem Oberbürgermeister fehlt derzeit eine Ratsmehrheit für die Tour. Nun soll im Juli neu diskutiert werden.

„Unsere Bewerbung steht und fällt natürlich mit Düsseldorf“, sagt Stadtsprecher Gorgs, der sich aber wie auch die Bürgermeisterin zuversichtlich zeigt, dass die Tour de France 2017 tatsächlich in Düsseldorf startet.

Die Meerbuscher Stadtverwaltung will jetzt ein attraktives Konzept entwickeln, um die Stadt optimal in Szene zu setzen und den Geldgebern bestmögliche Präsentationsmöglichkeiten zu eröffnen. Der mögliche Tourverlauf soll sich dabei auch an den Interessen der vier Sponsoren in Meerbusch orientieren. „Wir werden auf die Wünsche der Firmen einzugehen versuchen“, sagt Stadtsprecher Michael Gorgs dazu.

Es deutet sich an, dass die Tour wegen der linksrheinischen Ankunft in Niederkassel auf jeden Fall über Büderich führt, wenn sie denn nach Meerbusch kommt. Die Dorfstraße sei ein mögliches Ziel. „Die Tour de France ist eine außergewöhnliche Chance, Meerbusch international zu präsentieren“, zeigt sich Mielke-Westerlage überzeugt. „Außerdem sind wir gerade dabei, das Radfahren in Meerbusch als alternative Mobilitätsform nach vorn zu bringen. Das passt.“ Für die vier beteiligten Unternehmen biete das Rennen eine Marketing-Plattform.

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