15 Jugendliche springen zeitgleich von der Flughafenbrücke: So lautete das Szenario, das die Einsatzkräfte durchspielten.

15 Jugendliche springen zeitgleich von der Flughafenbrücke: So lautete das Szenario, das die Einsatzkräfte durchspielten.
Der rote Kreis zeigt, wo sich eine Boje befindet. Das Bild macht deutlich, wie schwierig die Köpfe vom Ufer aus nur zu erkennen sind.

Der rote Kreis zeigt, wo sich eine Boje befindet. Das Bild macht deutlich, wie schwierig die Köpfe vom Ufer aus nur zu erkennen sind.

Feuerwehr

Der rote Kreis zeigt, wo sich eine Boje befindet. Das Bild macht deutlich, wie schwierig die Köpfe vom Ufer aus nur zu erkennen sind.

Die Feuerwehr Meerbusch hat anlässlich zahlreicher Badeunfälle auf dem Rhein in den vergangenen Wochen die Personensuche im fließenden Gewässer geübt und ist dabei von einem besonderen Szenario ausgegangen: Der Übungsfall sah vor, dass eine Gruppe von 15 Jugendlichen zeitgleich von der Flughafenbrücke in den Rhein springt und flussabwärts treibt.

Einheiten aus Lank-Latum, Nierst, Büderich und Langst-Kierst dabei

Zu der Übung am Rheinufer trafen sich am Montagabend die Einheiten Büderich, Lank-Latum, Langst-Kierst und Nierst sowie die Führung der Feuerwehr Meerbusch. Bei dem von Klaus Kupp ausgearbeiteten Szenario wurden die 15 Schüler mit kleinen Bojen dargestellt, deren Größe der eines menschlichen Kopfes entsprach – nur ein solcher Kopf wäre auf dem Rhein für die Retter zu sehen.

Gemäß Einsatzkonzept des Rhein-Kreises Neuss besteht die Aufgabe der Feuerwehr Meerbusch im Einsatzfall einerseits darin, das Rheinufer im gesamten Stadtgebiet an festgelegten Punkten mit Fahrzeugen anzufahren, die Wasseroberfläche abzusuchen, bei Sichtungen diese zu melden und gegebenenfalls weitere Rettungsmittel, zum Beispiel Rettungsboote oder Hubschrauber, heranzuführen. Darüber hinaus kommt das feuerwehreigene Mehrzweckboot Franziska auf dem Wasser zum Einsatz, um Personen zu retten.

Übungsleiter Klaus Kupp war zufrieden

Übungsleiter Klaus Kupp zeigte sich mit dem Übungsverlauf zufrieden. Die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten mit der Einsatzleitung habe „sehr gut funktioniert“, sagte Kupp. Bereits kurz nach der Alarmierung seien alle Aussichtsposten besetzt gewesen und die Position der Bojen sei lückenlos und über Funk und Mobiltelefon weitergegeben worden.

„Darüber hinaus konnten für den Einsatz wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, zum Beispiel, wie schnell ein Körper im Wasser treibt und an welcher Stelle des Flusses ein Körper in welche Richtung getrieben wird“, sagte Kupp. Die Besatzung auf dem Mehrzweckboot „Franziska“ unterstützte dabei von der Wasserseite und nahm nach Abschluss der Übung die Bojen wieder an Bord.

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