Änderung des Flächennutzungsplans wird am Mittwoch diskutiert.

Darf es den Frischemarkt in Osterath geben? Wie groß darf das Warenangebot innerhalb und außerhalb eines Ortszentrums sein und was gilt überhaupt als „zentral“? Darüber streiten die Politiker in Meerbusch.  (dpa)
Darf es den Frischemarkt in Osterath geben? Wie groß darf das Warenangebot innerhalb und außerhalb eines Ortszentrums sein und was gilt überhaupt als „zentral“? Darüber streiten die Politiker in Meerbusch. (dpa)

Darf es den Frischemarkt in Osterath geben? Wie groß darf das Warenangebot innerhalb und außerhalb eines Ortszentrums sein und was gilt überhaupt als „zentral“? Darüber streiten die Politiker in Meerbusch. (dpa)

Jan Woitas

Darf es den Frischemarkt in Osterath geben? Wie groß darf das Warenangebot innerhalb und außerhalb eines Ortszentrums sein und was gilt überhaupt als „zentral“? Darüber streiten die Politiker in Meerbusch. (dpa)

Meerbusch. Am Mittwochabend wird in der Realschule in Osterath der Entwurf des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für Meerbusch vorgestellt. Ab 19 Uhr können Interessenten sich die Pläne anschauen, die dann ab 19.30 Uhr erläutert und im Anschluss diskutiert werden.

Der Titel „110. Änderung des Flächennutzungsplans, Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen, Nahversorgungszentren und Siedlungsschwerpunkten“ ist sperrig, doch die Auswirkungen können die Menschen direkt treffen. Auch die Einzelhändler und Groß-Unternehmer sind gespannt auf das Ergebnis. So ist großflächiger Einzelhandel (mehr als 800 Quadratmeter) nur innerhalb von zentralen Versorgungsbereichen erlaubt. Ein Ausbluten der Stadtzentren durch konkurrenzlos große Läden auf der grünen Wiese soll auf diese Weise verhindert werden.

Das bedeutet beispielsweise in Büderich, wo Dorfstraße und Deutsches Eck als „zentral“ gelten: Die Verkaufsfläche eines Discounters am Hessenweg darf die 799-Quadratmeter-Marke nicht überschreiten.

In Osterath, wo ein großes Neubaugebiet und ein Frischemarkt (rund 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche) auf dem ehemaligen Ostara-gelände zwischen Meerbuscher und Strümper Straße entstehen sollen, wird das Thema schon seit Jahren diskutiert. Die Einzelhändler im Ortskern rund um die Kirche fühlen sich bedroht. Das Brachgelände jenseits der Bahnschranke wollen viele – wie auch ein Gutachten der GMA (Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) nahelegt – nicht zum zentralen Versorgungsbereich zählen. Kollegen der Gesellschaft für Konsumforschung waren allerdings zu einem anderen Ergebnis gekommen.

Die Liberalen, die seit Jahren gegen den Frischemarkt kämpfen, machen nun die Osterather mobil, sich mit dem Konzept vertraut zu machen. „Wenn Sie den Frischemarkt und den damit verbundenen Lärm verhindern und den bestehenden Ortskern Osteraths stärken wollen, kommen Sie heute und äußern ihre Bedenken“, appelliert der FDP-Planungspolitiker Klaus Rettig eindringlich.

» Termin: 19.30 Uhr, Realschule in Osterath, Görresstraße 6.

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