Die Bewohner wollen kommunikative Mitte für das Dorf schaffen.

Auf dieser Wiese zwischen Dohlenweg und Kuhweg könnte der Spielplatz errichtet werden.
Auf dieser Wiese zwischen Dohlenweg und Kuhweg könnte der Spielplatz errichtet werden.

Auf dieser Wiese zwischen Dohlenweg und Kuhweg könnte der Spielplatz errichtet werden.

Ingel

Auf dieser Wiese zwischen Dohlenweg und Kuhweg könnte der Spielplatz errichtet werden.

Ilverich. Ilverich ist mit knapp 680 Einwohnern der kleinste Ortsteil in Meerbusch. Doch in dem Dorf am Rhein hat sich zuletzt viel getan, nachdem das gesellschaftliche Leben über Jahrzehnte quasi brach lag. Mit dem vom Bürgerverein organisierten Dorffest haben die Einwohner neben dem Martinszug endlich einen zweiten Höhepunkt im ansonsten zumeist leeren Kalender stehen.

Jetzt will der Bürgerverein um seinen Vorsitzenden Ralf Mertens einen lange gehegten Wunsch in die Tat umsetzen: die Errichtung eines Spielplatzes, der den Erwachsenen gleichzeitig als Treffpunkt dienen soll. Es wäre der erste Spielplatz überhaupt in Ilverich, bisher seien Eltern mit ihren Kleinkindern gezwungen, Plätze in Strümp oder Lank aufzusuchen.

Argumentationsgrundlage eines entsprechenden Bürgerantrags sind aktuelle Zahlen aus dem städtischen Jahrbuch. Demnach waren im Vorjahr immerhin 61 Kinder bis zehn Jahren in Ilverich gemeldet. Ein Gelände haben die Ilvericher auch bereits im Auge: ein städtisches Grundstück zwischen Dohlen- und Kuhweg, das ursprünglich als Bolzplatz angelegt wurde, zurzeit privat verpachtet ist und als Garten genutzt wird.

Die Mitglieder des Bürgervereins wollen dort die klassische Ausstattung eines Spielplatzes mit Schaukel, Rutsche und Sandkasten installieren. Darüber hinaus könnten sich die Antragsteller vorstellen, auf dem Spielplatz eine Boule-Bahn zu integrieren, um dem Dorf eine neue kommunikative Mitte zu schenken. Außerdem wären eine wetterfeste Tischtennisplatte und einige Bänke zum Verweilen wünschenswert.

Mitglieder des Bürgervereins wollen selbst mit anpacken

Dabei wollen die Unterzeichner einer entsprechenden Unterschriftenliste keineswegs alles von der Stadt geschenkt haben und die Hände in den Schoß legen, sondern selbst mit anpacken. „Wir sind natürlich auch gerne bereit, mit der Verwaltung ein Konzept zu erarbeiten, wie der Bürgerverein sich am besten durch tatkräftige Unterstützung einbringen kann – zum Beispiel durch die Realisierung der Boule-Bahn in Eigenleistung“, heißt es in dem Bürgerantrag. Nicht zuletzt seien Sachspenden für ein Spielgerät denkbar. Man sei auch nicht auf das vom Bürgerverein favorisierte Grundstück festgelegt, sondern stünde Vorschlägen der Verwaltung flexibel gegenüber.

Der Ilvericher Bürgerantrag steht auf der Tagesordnung des Hauptausschusses am 10. November, wird dort aber wahrscheinlich sofort in den zuständigen Jugendhilfeausschuss weiterverwiesen, der am 24. November tagt. Sollte man dort der Meinung sein, zunächst müsse sich die Spielplatzkommission mit dem Thema befassen, erscheint angesichts der bevorstehenden Haushaltsberatungen eine Realisierung bereits im kommenden Jahr eher fraglich.

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