Idee von Bad für Meerbusch und Heerdt ist nicht neu.

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Das Hallenbad in Büderich soll saniert werden. Für einen Architektenwettbewerb wurden bereits 100 000 Euro ausgegeben. Archiv

Das Hallenbad in Büderich soll saniert werden. Für einen Architektenwettbewerb wurden bereits 100 000 Euro ausgegeben. Archiv

Ingel

Das Hallenbad in Büderich soll saniert werden. Für einen Architektenwettbewerb wurden bereits 100 000 Euro ausgegeben. Archiv

Aus Meerbusch kommt ein neuer Vorstoß, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf ein Hallenbad an der Stadtgrenze zwischen Büderich und Heerdt zu bauen – als Ersatz für das sanierungsbedürftige Büdericher Hallenbad und das marode Bad in Oberkassel. Dieser Vorschlag des früheren Zentrumspolitikers Wolfgang Müller war bereits in der Vergangenheit verworfen worden. Nun hat die zweiköpfige Ratsfraktion „Die Aktiven“, der Müller mittlerweile angehört, den Vorschlag erneuert. „So könnte man sich die Kosten teilen“, erklärte Vorsitzender Christian Staudinger-Napp.

Auch die UWG-Fraktion liebäugelt mit einem Neubau. „Neben einer Teilung der hohen Investitionen sehen wir einen wesentlichen Vorteil für beide Städte in einer deutlichen Haushaltsentlastung bei den laufenden Kosten, die sich bei mehr Schülernutzung und mehr Besuchern auf zwei Städte verteilen“, schrieb UWG-Fraktionsvorsitzende Daniela Glasmacher Ende vergangener Woche an Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (CDU) und bat um Prüfung. Idee der UWG: Um weite Wege zu vermeiden, könnten Schüler aus Lank und Osterath den Arena-Sportpark in Düsseldorf nutzen. Auch dazu solle die Bürgermeisterin Gespräche mit Düsseldorf aufnehmen.

Mielke-Westerlage will auf den Düsseldorfer OB zugehen

Mielke-Westerlage gibt zu bedenken, dass der Meerbuscher Rat beschlossen hat, das eigene Hallenbad zu sanieren. „Die Pläne sind schon weit gediehen.“ 100 000 Euro hat die Stadt für den Architektenwettbewerb bezahlt, weitere Leistungen für einen Vorentwurf sind bereits in Auftrag gegeben. Mielke-Westerlage erklärte, sie wolle sich keiner anderen Lösung verschließen, auf Düsseldorf zugehen und mit Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) über diese Möglichkeit sprechen. Einfach umzusetzen werde sie aber nicht sein, weil es auf Meerbuscher Seite kein städtisches Grundstück gibt.

Die Idee für ein gemeinsames Bad kann sich die Düsseldorfer FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus durchaus vorstellen. Sie will das Thema in den Düsseldorfer Sportausschuss einbringen. Der linksrheinische Bezirksvorsteher Rolf Tups (CDU) dagegen hält nichts von diesem Plan, „obwohl ich viel von regionaler Zusammenarbeit halte“, wie er sagt. hiw/mrö

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