Bis zum Jahr 2030 soll es im Stadtgebiet rund 2300 neue Wohnungen geben.

Genau 450 Wohnungen für die Ivangsheide, 160 für den Kamper Hof, 120 im Areal rund um die Barbara-Gerretz-Schule, 60 am Schneiderspfad oder 40 Wohnungen im Oberen Feld in Nierst: Auf zwölf Flächen verteilt über alle Ortsteile sollen in den nächsten Jahren insgesamt 1102 Wohneinheiten entstehen. Basis der vorausschauenden Baulandentwicklung ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Diese zwölf Flächen gehören zu den sogenannten Empfehlungsflächen, die morgen um 17 Uhr in der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Planungsausschuss vorgestellt werden. Acht andere Flächen – Gruttorfer End, Neusser Feldweg, Auf der Gath oder Blumenstraße und Dülsweg – sind laut Stadtverwaltung planungsrechtlich bereits gesichert.

Zehn Wohngebiete sind bereits in der Umsetzung

Dort sollen 175 Wohnungen entstehen. Bereits in der Umsetzung sind zehn Wohngebiete zwischen Ostara-Gelände, Insterburger Straße, Lötterfelder Straße oder Rottstraße, auf denen einmal insgesamt 685 Menschen wohnen sollen. Alle drei Plan-Gebiete zusammengerechnet werden bis zum Jahr 2030 rund 2300 Wohnungen entstehen. Ein großer Teil der Flächen, aber eben nicht alle, werden mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Weil in Meerbusch aber auch günstiger Wohnraum für untere oder mittlere Einkommensgruppen fehlt, soll zum Beispiel auf der Ivangsheide in 40 Prozent der Einheiten mehrgeschossiger Wohnungsbau entstehen, ebenso an der Hermann-Unger-Allee nahe des Hallenbades. Dort sollen insgesamt 25 Wohnungen gebaut werden.

Michael Assenmacher, der Technische Dezernent der Stadt, spricht in dem Fall von maximal drei Etagen. „Wir wollen ja den Charakter von Meerbusch erhalten.“ Hochhäuser seien nicht im Gespräch. Aber: „Der Siedlungsdruck ist auf jeden Fall da.“ Viele Investoren ständen bereit, um in Meerbusch bauen zu wollen. Das frühere Bauhof-Gelände soll ein gutes Beispiel auch für bezahlbaren Wohnraum werden. Dort entstehen in einer Bau-Gemeinschaft aus GWG, Bauverein und privatem Investor unterschiedliche Wohnungsstrukturen. Einige Stadtvillen, aber eben auch „normale“ Wohnungen.

Im Lötterfeld ist bereits ein Drittel der Eigentümer eingezogen

Auch an der Rottstraße in Lank-Latum ist ein Haus bald fertig, in das ursprünglich Flüchtlinge hätten einziehen sollen und das jetzt als sozialer Wohnungsbau vermietet wird. Im Lötterfeld ist bereits ein Drittel der Eigentümer eingezogen, auf dem Ostara-Gelände sind zwei Drittel des neuen Wohnraums bereits bewohnt. Das Neubaugebiet an der Böhlerstraße hinter dem Areal Böhler wird ebenfalls nach und nach fertig. Für die SPD ist wichtig, dass die Stadt auf jeden Fall weitere Sozialbauwohnungen plant und baut – einen entsprechenden Antrag stellt die Fraktion auch für die morgige Sitzung. Wichtig für Planer und Politiker ist es, bei allen Überlegungen für die Zukunft, direkt auch an die Infrastruktur zu denken, wenn neue Wohngebiete entstehen – Kindergärten oder Schulen, aber auch Einkaufsmöglichkeiten und Sportstätten müssen bei den Planungen bedacht werden.

„Wir denken bei unseren Planungen aber auch an Wohnen im Alter“, so Dezernent Michael Assenmacher. Das neue Areal rund um die Barbara-Gerretz-Schule diene als Vorzeigeprojekt mit barrierefreien und zentralen Wohnungen. Zielgruppe sind dort jene älteren Meerbuscher, die ihr Eigenheim verkaufen und sich im Alter kleiner setzen wollen. Aber auch junge Haushalte und Familien seien eine weitere Zielgruppe der Planer, so Dezernent Assenmacher.

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