Meerbuscher trennen vorbildlich ihren Müll. Konsequenz: Das Aufkommen sinkt und der Bürger muss weniger zahlen.

Gebühren
Der Meerbuscher muss 2012 weniger für die Abfallentsorgung zahlen.

Der Meerbuscher muss 2012 weniger für die Abfallentsorgung zahlen.

dpa

Der Meerbuscher muss 2012 weniger für die Abfallentsorgung zahlen.

Meerbusch. Die Abfallentsorgungsgebühren werden im kommenden Jahr sinken. So muss der Meerbuscher für einen 80-Liter-Restabfallbehälter künftig nur noch 105 Euro im Jahr entrichten, das sind neun Euro weniger.

Bei einer 120-Liter-Tonne sinken die Kosten um 14 Euro auf 152 Euro im Jahr. Bei einem Abfallbehälter mit einem Volumen von 1100 Litern beträgt die Ersparnis sogar 264 Euro im Jahr.

Nicht ohne Stolz nahm Fachbereichsleiter Heiko Bechert das Lob der Politiker im Bau- und Umweltausschuss entgegen. Denn laut dem Bund der Steuerzahler liegt Meerbusch bei den Entsorgungsgebühren auf Platz vier in NRW. „Damit wollen wir uns aber noch lange nicht zufrieden geben. Unser Ziel lautet Platz eins“, verkündete Bechert selbstbewusst.

Bereits im laufenden Jahr schneidet die Stadt im Vergleich zu den Nachbarkommunen gut ab. So zahlt man in Meerbusch für eine 120-Liter-Tonne 166 Euro im Jahr, in Neuss werden dagegen 179 Euro fällig, in Dormagen sogar 186 Euro.

Zwar seien diese Zahlen nur bedingt vergleichbar, „aber andere Gemeinden haben bei ihrer Konzepterstellung offenbar Fehler gemacht. Bei uns sind die Gebühren von Jahr zu Jahr zu gefallen“, so Bechert. Jedoch trage auch der Bürger seinen Anteil an dieser positiven Entwicklung, fügte Thomas Gabernig (FDP) hinzu: „Denn in Meerbusch wird vorbildlich getrennt.“

Stadt kann mit Vergütungen beim Altpapier rechnen

Hinzu komme, dass der Kreis derzeit eine europaweite Ausschreibung zur Verwertung des Altpapiers, das ihm von den kreisangehörigen Kommunen überlassen wird, durchführt. „Es wird mit einer deutlichen Verbesserung der Konditionen gegenüber den bisherigen Verträgen gerechnet. Für 2012 hat uns der Kreis die Auszahlung von Vergütungen für das Altpapier in Aussicht gestellt“, erklärte Bechert.

Nur unwesentlich verändern sich die Entwässerungs- und Straßenreinigungsgebühren im Vergleich zum Vorjahr. Anhand einer Modellrechnung für einen vierköpfigen Privathaushalt in Meerbusch hat die Verwaltung die Veränderungen dargelegt.

Demnach können beim Schmutzwasser zwar 22 Euro im Jahr eingespart werden, die Gebühr für das Niederschlagwasser steigt jedoch um 1,30 Euro. Bei der Straßenreinigung wandern 50 Cent ins Sparschwein.

Nimmt man die geänderten Abfallentsorgungsgebühren hinzu, spart der Meerbuscher im Schnitt 35 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

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