Bis Samstag können die Wähler über die Schullandschaft abstimmen.

bürgerentscheid
Wer die Barbara-Gerretz-Schule im Dorf – anders als der Rat es beschlossen hat – nicht ab Sommer auslaufen lassen will, muss im Bürgerentscheid mit „Ja“ stimmen.

Wer die Barbara-Gerretz-Schule im Dorf – anders als der Rat es beschlossen hat – nicht ab Sommer auslaufen lassen will, muss im Bürgerentscheid mit „Ja“ stimmen.

Wer dem Ratsbeschluss zustimmen und die Erwin-Heerich-Schule in Bovert und damit einen Standort „jenseits der Schranke“ sichern will, muss im Bürgerentscheid mit „Nein“ stimmen.

Marc Ingel, Bild 1 von 2

Wer die Barbara-Gerretz-Schule im Dorf – anders als der Rat es beschlossen hat – nicht ab Sommer auslaufen lassen will, muss im Bürgerentscheid mit „Ja“ stimmen.

Meerbusch. Nach dem ersten Andrang am frühen Montagmorgen bewegt sich der Wahlbetrieb in den drei Meerbuscher Bürgerbüros in geordneten Bahnen. Im Bürgerbüro an der Hochstraße in Osterath, der „Hochburg“ des Verfahrens, kümmern sich durchgehend zwei Mitarbeiterinnen um die Abwicklung. Bis Samstagmittag, 12 Uhr, haben die Meerbuscher noch Gelegenheit, sich für oder gegen die Schließung der Barbara-Gerretz-Schule (BGS) in Osterath auszusprechen. Die Bürgerinitiative „Rettet Barbara“ hat diesen Entscheid mit einem Bürgerbegehren durchgesetzt. Worum es geht:

Ratsmehrheit für die Schließung

Der Rat hat mit großer Mehrheit entschieden, dass die Katholische Barbara-Gerretz-Grundschule im Dorf ab diesem Sommer keine Eingangsklassen mehr bilden und auslaufen soll. Der Hintergrund:

Die Schülerzahl

Alle Prognosen (auf Landes-, Kreis- und Kommunalebene) gehen davon aus, dass aufgrund schrumpfender Schülerzahlen künftig nicht genug Kinder in Osterath für den Betrieb von drei Grundschulen in Osterath wohnen; zwei Schulen deckten den Bedarf ab. Schulen mit einer Klasse in einem Jahrgang sind von einer Schließung bedroht, die Bezirksregierung entscheidet. Bevor das geschieht, will die Stadt handeln.

Kleine Klassen

Ab dem kommenden Schuljahr will das Land die Zuweisung der Lehrkräfte von einer Richtzahl (23 Kinder) abhängig machen. Diese orientiert sich nicht an der Anzahl der Klassen, sondern an der Anzahl der Schüler – stadtweit. Kleinere Klassen an dem einen Ort bedingen größere Klassen an einem anderen.

Die Lage

Um die künftigen zwei Grundschulstandorte im Stadtgebiet zu verteilen, soll eine der zwei Schulen im Dorf geschlossen werden: Möglichst viele Kinder sollen kurze Wege haben. Bei der Alternative, die BGS oder die benachbarte Eichendorff-Grundschule zu schließen, fiel die Wahl auf die BGS als kleinere Schule im sanierungsbedürftigeren Gebäude.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer