Architekt stellt Neubau-Pläne für die Bethlehemkirche vor.

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So könnte das künftige Zentrum der evangelischen Gemeinde in Büderich aussehen. (Repro: Ingel)

So könnte das künftige Zentrum der evangelischen Gemeinde in Büderich aussehen. (Repro: Ingel)

So könnte das künftige Zentrum der evangelischen Gemeinde in Büderich aussehen. (Repro: Ingel)

Büderich. "Der Markusplatz ist das Leitbild für die Piazza des neuen Kultur- und Gemeindezentrums der Bethlehemkirche", schwärmt Architekt Gereon Hecker den evangelischen Gemeindemitgliedern vor. Sein Entwurf soll auch einen einladenden Charakter für die weltliche Gemeinde schaffen.

Rund um die Piazza werden eine neue Kindertagesstätte, das Kirchengebäude, ein Café sowie ein Verwaltungstrakt mit Räumen für die Diakonie und das Ehrenamt-Forum angeordnet werden. Alle Gebäude sind auf den Innenhof ausgerichtet.

Nach Finanzkirchenmeisterin Ute Canaris steht zwar für den Baubeginn des Kultur- und Gemeindezentrums noch kein konkreter Zeitpunkt fest (voraussichtlich im Sommer 2010), allerdings ist jetzt schon klar, wann die Bauarbeiten abgeschlossen sein müssen: "Spätestens zum 1.September 2011. Dann beginnt das neue Kindergartenjahr."

Nach Canaris sollen sich die Kosten auf ungefähr drei Millionen Euro belaufen, von denen das Land und die Kommune rund 900 000 Euro tragen. "Wir wollen dabei nur das ausgeben, was wir auch wirklich haben. Wir wollen die späteren Generationen nicht belasten", sagt Ute Canaris.

Für Gemeindemitglied Dieter Hanschel ist diese Auskunft jedoch nicht ausreichend. "Wir brauchen eine schriftliche Auflistung über alle Einnahmen und Ausgaben." Nach der Kirchenordnung der evangelischen Kirche im Rheinland sei es die Verpflichtung des Presbyteriums, die Gemeindeversammlung noch vor Abschluss des Bauvertrages über den aktuellen Planungsstand umfassend zu informieren.

Doch genau so eine Auflistung sei nach Angaben des Presbyteriums nicht möglich, da weder alle Zuschüsse zum Neubau feststünden noch die Zahlen aus einem Immobilienverkauf zurzeit veröffentlicht werden könnten.

Pfarrer Wilfried Pahlke erklärt zudem, dass man auch keine konkreten Informationen zu den Folgekosten geben könne, solange von Statikern und Bauphysikern kein energetisches Konzept entwickelt worden sei. "Wir wollen nur Zahlen präsentieren, die auch hieb- und stichfest sind."

Als schließlich eines der Gemeindemitglieder fordert, dass das Presbyterium sich mit seiner Arbeit sputen solle, ist der Frieden der Versammlung in Gefahr. Canaris reagiert empört: "Wir arbeiten auf ehrenamtlicher Basis Tag und Nacht für die Gemeinde und jetzt sagen Sie, dass sie uns nicht trauen?" Schließlich versucht sie, die Anwesenden mit einer rhetorischen Frage zur Geschlossenheit zu veranlassen: "Arbeiten wir nicht alle für die Zukunft unserer Gemeinde?" Von den meisten Anwesenden erhält sie dafür zustimmendes Klatschen.

Ein umfassendes Zahlenwerk will das Presbyterium jetzt spätestens im Mai und somit noch vor dem Baubeginn des Gemeindezentrums präsentieren.

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