Karneval: Statt Rathaussturm gab es in diesem Jahr Straßen-Karneval.

Das gab es noch nie: Für den Rathaussturm wurde an Altweiber die Dorfstraße gesperrt.
Das gab es noch nie: Für den Rathaussturm wurde an Altweiber die Dorfstraße gesperrt.

Das gab es noch nie: Für den Rathaussturm wurde an Altweiber die Dorfstraße gesperrt.

Marc Ingel

Das gab es noch nie: Für den Rathaussturm wurde an Altweiber die Dorfstraße gesperrt.

Büderich. Alle hatten es an Altweiber nur auf seinen Rathausschlüssel und die damit verbundene "Lizenz zum Feiern" abgesehen. Die ein oder andere Möhne zerrte gar auf der verzweifelten Suche nach einer Krawatte an dem Mann, bis das gute Hemd aufging.

Bürgermeister Dieter Spindler, der sich nach Elf an diesem Altweibermorgen todesmutig vom sicheren Balkon direkt in die jecke Menge begeben hatte, um "Stürmer" Prinz Andreas III. die Stirn zu bieten, kämpfte mit Wort und Witz. Gegen Kinderprinz Dennis II. hatte er beim Tonnenrennen dann aber keine Chance und musste im Gegenzug schließlich die Narren zumindest in den Rathausgarten einlassen.

Doch bevor dort die Rathaus-Kolonne "Helden der Arbeit" in knallblauer Arbeitskluft mit dem fröhlichen Meerbuscher Party-Volk gemeinsam die von den Nierstern im Tausch gegen den Schlüssel gespendeten Eier verputzen durften, gab es vor dem Cholesterin-Druck für "Trapper Dieter" noch das getanzte Ständchen. "I am what I am" , dargebracht von der Großen Tanzgarde "Kött on Kleen", veranlasste das Stadtoberhaupt zum Schmeicheln: "Wenn noch etwas gefehlt hätte, mich zu überzeugen, dass Nierst toll ist, dann diese Tanzvorführung."

"Helau Büderich" scholl es vielfach über die erstmals polizeilich abgesperrte Dorfstraße - gegrüßt wurden aber alle Ortsteile, auch Löricker und Oberkasseler Nachbarn. Neben den Vereinsvertretern zeigte darüber hinaus reichlich Jungvolk Interesse am Brauchtum - verkleidet natürlich, mal klassisch als Clown oder aber dem Zeitgeist heutiger TV-Clowns nachempfunden, wie die gelungenen Kopien von "Cindy aus Marzahn" bewiesen.

Bei der "Sturm-Party" konnten auch wieder Stimmen für die "WDR2-Stadt 2009" abgegeben werden. "Wir sind an zehnter Stelle von einhundert Gemeinden", informierte die Stimme Meerbuschs, Michael Gorgs, ebenfalls im städtischen Blaumann.

Einer Umfrage am Nachmittag zufolge können sich viele Bürger (augenzwinkernd) vorstellen, auch nach den tollen Tagen Gefallen an dieser Dienstkleidung zu finden. "Damit man die Verantwortlichen gleich erkennen kann", witzelten Jecken zu vorgerückter Stunde.

» Mehr Fotos vom Rathaussturm in Meerbusch finden Sie in einer Bildergalerie unter

www.wz-newsline.de

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