Die Schützen in Büderich wollen die Jugend einbinden.

Büderich. In einer musikalisch untermalten Powerpoint-Präsentation ließen die Schützen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft auf ihrer Jahreshauptversammlung am Sonntag noch einmal alle Höhepunkte des Jahres 2009 passieren. Doch die heiteren Bilder sind nur die eine Seite der Medaille. Die Kehrseite präsentierte Schatzmeister Gerd van Vreden den Schützen mit den roten Zahlen.

Im Geschäftsjahr 2009 machte die Bruderschaft bei Ausgaben von 162 026,81 Euro gegenüber Einnahmen von 157 188,57 Euro ein Minus von 4838,24 Euro. Der schnörkellose Kommentar des Schatzmeisters dazu: "Die Wirtschaftskrise hat jetzt auch unsere Bruderschaft erreicht."

Auch die aktuellen Mitgliederzahlen des Vereins führten nicht zur Aufhellung der Mienen. Wolfgang Baumeister verkündete, dass die Bruderschaft um 38Mitglieder geschrumpft sei und jetzt 586 Köpfe zähle; 492 aktive, 46 passive und 48 Ehrenmitglieder. Der Altersdurchschnitt der Schützen liege bei 46 Jahren.

Mit 96 Jungschützen fehlt es der Bruderschaft allerdings nicht an Nachwuchs. Doch genau diese Gruppe der 15- bis 25-Jährigen möchte nun auch mehr Einfluss auf die Leitung der Geschicke des Vereins haben. Gerade in Jugendfragen war der Wunsch nach einem eigenen Interessenvertreter im Vorstand groß.

Auf Klausurtagungen und Versammlungen wählten die Jungschützen Christian Beck zum Jungschützenmeister und Andre Klang zu seinem Vertreter. Da für eine vollwertige Mitgliedschaft im Vorstand jedoch eine Satzungsänderung notwendig gewesen wäre, entschied sich die Schützenbruderschaft jetzt zunächst dafür, Christian Beck als beratendes Mitglied in den Vorstand aufzunehmen. In einem Jahr soll dann eine satzungskonforme Mitgliedschaft im Vorstand möglich sein.

Nichtsdestotrotz sollen die Jungschützen schon jetzt durch viele Ideen neue Impulse setzen. Beck stellte direkt eines der wichtigsten Ziele des Nachwuchses vor: "Wir wünschen uns am Pfingstmontag einen eigenen Abend für die Jungschützen." Das Anliegen fand viel Zuspruch, wohl auch deshalb, weil die Resonanz im Festzelt am Pfingstmontag in den letzten Jahren nicht so groß war.

Der Rotstift wird bei den Musikgruppen angesetzt

Geschäftsführer Jürgen Wirtz möchte dieses Jahr den Fehlbetrag des Jahres 2009 einsparen. Den Rotstift hat er bei der musikalischen Gestaltung angesetzt. "Das Budget für die Rock- und Oldie-Nacht wird um 1000 Euro gekürzt, am Pfingstsonntag und -montag je 1500 Euro eingespart."

Um 1000 Euro werden die Ausgaben für die Musiker im Umzug gekürzt, und hinter dem Feuerwerk steht ein großes Fragezeichen: "Bis jetzt kann der Betrag nicht durch Sponsoren abgedeckt werden."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer