Die Heinzelmännchen machen bei der Prunksitzung mächtig Stimmung.

Immer für eine Polonaise zu haben: Die Heinzelmännchen mit ihrem Präsidenten Stefan Bender (vorne).
Immer für eine Polonaise zu haben: Die Heinzelmännchen mit ihrem Präsidenten Stefan Bender (vorne).

Immer für eine Polonaise zu haben: Die Heinzelmännchen mit ihrem Präsidenten Stefan Bender (vorne).

Marc Ingel

Immer für eine Polonaise zu haben: Die Heinzelmännchen mit ihrem Präsidenten Stefan Bender (vorne).

Büderich. Über Stimmung wird bei den Büdericher Heinzelmännchen nicht lange lamentiert. Das diesjährige Sessionsmotto "Do bes de platt" der Karnevalsgesellschaft nahm Präsident Stefan Bender bei der Prunksitzung im Bürgersaal direkt zum Anlass, das versammelte Narrenvolk staunen zu lassen.

Der Überschuss von zehn Millionen Euro im städtischen Haushalt würde rigoros auf das Konto der Heinzelmännchen überweisen. Dann hätten die Gäste zukünftiger Sitzungen freien Eintritt und freie Bewirtung.

Da war auch an den Tischen von Bürgermeister Dieter Spindler und seiner Gattin sowie dessen Stellvertretern Hans-Josef Radmacher, Georg Neuenhausen und dem Technischen Dezernenten Just Gérard sowie der Beigeordneten Angelika Mielke-Westerlage erfreutes Lachen zu vernehmen.

Vorfeude auf das bevorstehende Richtfest des Prunkwagens für den Rosenmontagszug bekundete das Düsseldorfer Prinzenpaar Lothar I. und Venetia Ute. Der Prinz gab direkt ein weiteres Motto für den Abend aus: Alle Narren sind gleich! Dennoch müsse besondere Leistung einzelner gewürdigt werden. Und so zeichnete die Düsseldorfer Tollität Heinzelmännchen-Präsident Bender mit dem Herz-und-Krone-Orden des Prinzenpaares aus.

Dass auch in verschlafenen Eifeldörfern wie Neuwied offenbar exzessiv Karneval gefeiert wird, bewies der Auftritt des Männerballetts "Heisse Socken" mit teils akrobatischen Hebefiguren, bei denen sich die niedrige Bühnendecke im Bürgersaal mehr als einmal als Hindernis erwies.

Doch zuvor wartete noch eine besondere Überraschung: Patricia Flatt und Sven Reindel, vergangenes Jahr deutsche Meister im Gardetanz, zeigten, dass auch diese schwierige karnevalistische Disziplin mit nur zwei Personen beeindruckend sein kann. Nachdem es der "Tolpenheini" auf böse Schwiegermütter und andere liebgewonnene Familienmitglieder abgesehen hatte, durfte mit den "Mukeköpp" kräftig geschunkelt und sich einer Polonaise angeschlossen werden.

Der "Lausbub vom Rhein" stellte im Anschluss die These auf, dass Männer, die draußen besonders lautstark auftreten, wahrscheinlich daheim nicht viel zu melden haben. Da klang das Lachen im Saal auch mal eher hell als maskulin-dunkel. Liedsänger Michael Hermes beeindruckte mit alten Düsseldorfer Karnevalsliedern. Doch auch das Altbierlied fehlte nicht und wurde eifrig mitgesungen.

Extrembergsteiger aus Köln kam beim Publikum gut an

Ein besonderes Kunststück gelang Carl Plückthun, der als Kölner nicht unbedingt ein Heimspiel hatte. Der als "ne Extrembergsteiger" bekannte Büttenredner brachte den einzigen Vortrag des Abends in rheinischer Karnevalstradition in Versform und berichtete von gefahrvollen Klettertouren im Siebengebirge und dem notwendigen Proviant. Das kam an, und so wurde Plückthun nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen.

Prinz Jürgen I. und Ute, das Seniorenprinzenpaar von den Jecke Puppeköpp, bewies beeindruckend, dass Spaß an der närrischen Zeit nichts mit dem Alter zu tun haben muss.

Neben der Gattin von Bürgermeister Spindler wurde auch Heinzelmännchen Bernd Schumacher und Hannelore Roeder mit einer Ehrung bedacht, bevor der Abend mit Tanzeinlagen und einem Auftritt der Band De Fetzer ausklang.

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