Der neue Präsident der Büdericher Narren ist mit Erfolg in die Fußstapfen seines Vorgängers Stefan Bender getreten.

Das Prinzenpaar Dirk Kemmer und Janine Schmidt begeisterte auch den neuen Präsidenten Bernd Schumacher (3.v.l.).
Das Prinzenpaar Dirk Kemmer und Janine Schmidt begeisterte auch den neuen Präsidenten Bernd Schumacher (3.v.l.).

Das Prinzenpaar Dirk Kemmer und Janine Schmidt begeisterte auch den neuen Präsidenten Bernd Schumacher (3.v.l.).

Thomas Glein

Das Prinzenpaar Dirk Kemmer und Janine Schmidt begeisterte auch den neuen Präsidenten Bernd Schumacher (3.v.l.).

Büderich. "Ihr wisst ja gar nicht, wie toll das ist. So ein voller Saal, mir fällt ein Stein vom Herzen." Erleichtert schüttelt Bernd Schumacher das letzte bisschen Lampenfieber ab und startet in seine erste Prunksitzung als Präsident der Büdericher Heinzelmännchen.

Der 46-jährige Urologe hat dieses Amt im Mai von dem legendären Vorgänger Stefan Bender übernommen und seine Feuertaufe im Bürgersaal mit Bravour bestanden.

Venetia Janine trägt die Farbe der Heinzelmännchen: Rot

Während sich Schumacher drinnen noch über die gefüllten Reihen freut, bereitet sich draußen schon der Düsseldorfer Karnevalsprinz Dirk I. mit Venetia Janine auf seinen Einzug vor. Gleich zu Beginn der Sitzung sorgen die Beiden für Stimmung.

Venetia Janine trägt ihr Ballkleid "extra für die Büdericher Heinzelmännchen in Rot", während Prinz Dirk I. an Klaus Grothe, Dieter Abbing und Ute Eidinger den Sessionsorden verteilt.

Der bunte Karnevalsreigen spannt sich von den atemberaubenden Gardetänzen der Mariechen der Prinzengarde Erkelenz über Büttenredner wie "Schötzebruder Hennes" bis hin zu den stimmungsgeladenen Karnevalshits von Michael Hermes und De Froende.

An Prominenz genießen die Erste Beigeordnete Angelika Mielke-Westerlage als Geisha und ihr Maharadscha Heinrich sowie der Stellvertretende Bürgermeister Leo Jürgens in der Amtstracht seiner Vorgänger aus Kaisers Zeiten das Spektakel.

Als Punk mit Irokesenschnitt, Rockerjacke und zahlreichen Piercings beweist auch Baudezernent Just Gerard, dass jeckes Blut durch seine Adern fließt.

Die einzigen spitzen Worte des Tages stammen vom "Huusmeister van neveaan", Winfried Ketzer, der das Düsseldorfer Sessionsmotto "Jeck, we can" hinterfragt: "Was muss man eigentlich getrunken haben, um auf so ein Motto zu kommen? Da zündet der CC-Präsident 50000 Teelichter in St.Lambertus für den Erhalt der Düsseldorfer Mundart an und dann so was."

Optimistischer zeigen sich dagegen die Showtänzerinnen der KaKaJu, die in bunten Kostümen mit diversen Landesflaggen fröhlich auf die WM in Südafrika vorbereiten und einen deutschen Triumph auf die Bühne zaubern.

Das größte Lob für die gelungene Prunksitzung spenden dem zunehmend gelösteren Sitzungspräsidenten übrigens die Freunde des Sommerbrauchtums.

Schützenpräsident Hans-Georg Bodewig hat in Altbeständen aus längst vergangenen Tagen des Schützenkarnevals noch einen "Ehrenholzklotz am grünen Bande" gefunden, den er Schumacher überreicht: "Was kann nach Stefan Bender noch kommen, haben wir besorgt gedacht. Aber Du hast Deine Sache hervorragend gemacht und uns heute davon überzeugt: Es kommt noch was."

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