Büdericher Einzelhändler lockten tausende Besucher auf die Dorfstraße.

Betrieb auf der Dorfstraße: Dort dreht sich am Sonntag vieles um Kulinarisches und flotte Mode.
Betrieb auf der Dorfstraße: Dort dreht sich am Sonntag vieles um Kulinarisches und flotte Mode.

Betrieb auf der Dorfstraße: Dort dreht sich am Sonntag vieles um Kulinarisches und flotte Mode.

Ingel

Betrieb auf der Dorfstraße: Dort dreht sich am Sonntag vieles um Kulinarisches und flotte Mode.

Büderich. Jakobsmuscheln in Meerbusch weitgehend unbekannt? Gero Legner, Düsseldorfer Sterne-Fischkoch und beim Sonnenblumenfest der Werbe- und Interessengemeinschaft (WuI) Büderich gestern aktiv am Herd, erntet neben Interesse an seiner Kunst auch Funken von Belustigung. Die Büdericher Gourmets im Publikum lächeln still, besonders als Zweifel am Kochtipp "auch roh zu genießen" bei den umstehenden "Unwissenden" entstehen.

Als guten Rat nimmt man die Info mit, Fisch mit Rapsöl zu grillen und erst danach mit Olivenöl zu würzen. "Ahnt man ja nicht", wundert sich der Neusser Elmar Jahn (62). "Öfter mal was Neues oder genau andersrum als gestern."

Mit den Genüssen aus dem Wasser tut sich Meerbusch am verkaufsoffenen Sonntag auf der Dorfstraße ohnehin schwer: Die frisch zubereiteten Sardinen aus portugiesischer Mobilbraterei liegen lange wie Blei am Stand.

Insgesamt lässt sich der Markt etwas schleppend an, wirken die Gesichter der Verkäufer zunächst gelangweilt, manchmal gar missmutig. Manche Besucher huschen auch nur schnell vorbei, um eilig etwas Essbares wegzutragen: kein Blick nach rechts oder links.

Das Programm bietet Bewährtes, darunter mäßig reduzierte Ware und eine Ballonrallye, lockt mit Losen oder Hörtest. Im Laufe des Nachmittags füllt sich die Marktmeile jedoch zusehends und die Stimmung hebt sich.

Ein Hingucker ist die Modenschau, eine höchst unterhaltsame Neuerung der menschliche Kicker, bei dem viele junge Damen eifrig und gekonnt mitmischen. Belustigt verfolgen die Zuschauer das Spektakel und feuern die Spieler an.

Untermalt wird das Straßenfest von Band und Orchester. "Locker-Laune-Musik", stellt Lena (11) aus Bösinghoven anerkennend fuß- und kopfwippend fest.

Die gute Laune ist im gemäßigten Wetter begründet und wird mitgebracht. Tränen schießen nur demjenigen in die Augen, der in einen Chiliburger beißt, denn die dazugehörigen Soßen haben eine Schärfe, die einem Anschlag auf die Schmerzrezeptoren der Mundschleimhaut gleichkommt. "Ein Glück, dass wenigstens beim Wasserlassen kein Brennen auftreten wird", scherzt Ralf Kanter (32) trotz heftiger Atemnot. Zum Glück stehe ja auf der Soßenflasche, was helfe: Milch mit hohem Fettanteil. Ob Holunder-Prosecco oder Federweißer auch wirkungsvoll oder nur schmackhaft waren, ist nicht überliefert.

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